https://www.faz.net/-gtl-77oa2

Europa League : Inter reicht kein 4:1

  • Aktualisiert am

Mit aller Macht gegen das Ausscheiden: Tottenhams Torhüter Brad Friedel pariert einen Schussversuch Bild: AFP

Inter Mailand siegt im Achtelfinal-Rückspiel der Fußball-Europa-League mit 4:1 - und scheidet dennoch aus. Der FC Basel wirft das hoch gehandelte Zenit St. Petersburg aus dem Wettbewerb. Und der FC Chelsea zittert sich ins Viertelfinale.

          2 Min.

          Furiose Mailänder scheiterten gegen Tottenham Hotspur: Inter gewann das Rückspiel des Europa-League-Achtelfinales, das einem fußballerischen Nervenkrimi glich,  zwar mit 4:1 nach Verlängerung. Doch dank des 3:0 im Hinspiel vor drei Wochen und des auswärts erzielten Treffer zitterten sich die Engländer ins Viertelfinale. In diesem steht zum zweiten Mal nach 2006 auch der FC Basel. Der Schweizer Meister kassierte bei Zenit St. Petersburg mit 0:1 ebenfalls eine Rückspiel-Niederlage, hatte aber die erste Partie mit 2:0 gewonnen. Rubin Kasan kam mit einem 2:0 nach Verlängerung gegen die Spanier von UD Levante weiter.

          Adebayor bewahrt die Spurs vor dem Aus

          Richtig spannend aber war es in Mailand. Ein Treffer von Emmanuel Adebayor in der 96. Minute bewahrte den Tabellen-Dritten der englischen Premier League vor dem K.o. Ohne den gesperrten Top-Torjäger Gareth Bale und anfangs ohne den früheren Schalker Lewis Holtby enttäuschten die Spurs vor allem in der Offensive – sie hatten dem Sturmlauf Inters kaum etwas entgegenzusetzen. Nach den Treffern durch Antonio Cassano (20.) und Rodrigo Palacio (52.) brachte ein Eigentor von William Gallas (75.) die Verlängerung, in der Ricardo Alvarez (110.) die Inter-Fans noch einmal hoffen ließ. Doch ein fünftes Tor gelang den wild anrennenden Italienern nicht mehr.

          Weniger spektakulär wehrte sich St. Petersburg gegen das drohende Aus. Obwohl der FC Basel ab der 45. Minute mit zehn Spielern auskommen musste, nachdem Marcelo Diaz wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, kamen die Schweizer weiter. Bei Temperaturen von minus 12 Grad erzielte Axel Witsel in der 30. Minute per Kopfball das letztlich wertlose Siegtor für St. Petersburg. In der 86. Minute bewahrte Basels Torhüter Jan Sommer seine Mannschaft vor der drohenden Verlängerung, als er einen Foulelfmeter von Roman Schirokow parierte.

          Eisig kalt war es auch in Moskau – doch hier jubelten die Gastgeber. Die Fans mussten bis zur 100. Minute warten, ehe dem Venezolaner Salomon Rondon die Führung für Rubin Kasan gelang. Wladimir Djadjun (112.) machte wenig später alles klar. Für Levante, das auch im Hinspiel (0:0) ohne Tor geblieben war, und seinen deutschen Profi Christian Lell ging das Europa-Gastspiel damit im Achtelfinale zu Ende.

          Alle auf Fernando: Die Londoner Spieler begraben den Siegtorschützen Torres (nicht im Bild) unter sich
          Alle auf Fernando: Die Londoner Spieler begraben den Siegtorschützen Torres (nicht im Bild) unter sich : Bild: dpa

          Der FC Chelsea hat sich indes ins Viertelfinale gezittert. Die Londoner setzten sich an der heimischen Stamford Bridge gegen Steaua Bukarest mit 3:1 (1:1) durch. Allerdings stand der Weiterkommen lange auf der Kippe. Nach dem 1:0-Sieg des rumänischen Spitzenreiters im Hinspiel gelang Chelseas Juan Mata in der 34. Minute des Rückspiels die Führung. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erzielte Steauas Verteidiger Vlad Chiriches im Nachsetzen nach einem Eckstoß aber den Ausgleich – und  damit das so wichtige Auswärtstor.

          Die erforderlichen zwei Treffer zum Einzug in die Runde der besten Acht erzielten für Chelsea in Hälfte zwei Kapitän John Terry (58.) und Fernando Torres (71.). Auch Newcastle United zog in die Runde der besten Acht ein – mit einem 1:0 gegen Hannover-Bezwinger Anschi Machatschkala. Fenerbahce Istanbul und Benfica Lissabon komplettieren das Viertelfinale: Istanbul genügte nach einem 1:0 im Hinspiel ein 1:1 gegen Viktoria Pilsen. Lissabon gewann bei Girondins Bordeaux mit 3:2 - das erste Spiel war mit 1:0 ebenfalls an die Portugiesen gegangen.

          Weitere Themen

          Laufen fürs Leben

          Marathonläufer Amanal Petros : Laufen fürs Leben

          Hier die Jagd auf Rekorde, dort die Sorge um die Familie: Für Marathonläufer Amanal Petros ist das Laufen auch eine Art Therapie. Es führte ihn von Bielefeld bis in die europäische Spitze.

          WTA setzt Turniere in China aus Video-Seite öffnen

          Peng Shuai : WTA setzt Turniere in China aus

          Die ehemalige Doppel-Weltranglistenerste hatte einem führenden chinesischen Funktionär sexuelle Nötigung vorgeworfen. Nachdem sie drei Wochen als verschwunden galt, taucht sie latu Videos staatlicher Medien wieder auf Veranstaltungen auf.

          1200 Zuschauer wären zu wenig gewesen

          Festhallen-Reitturnier : 1200 Zuschauer wären zu wenig gewesen

          Auch in diesem Jahr fällt das Frankfurter Festhallen-Reitturnier aus. Jetzt geht es für Veranstalter Matthias Rath darum, Gespräche mit Partnern und Sponsoren zu führen – und in die eigene Zukunft zu blicken.

          Topmeldungen

          Warten auf den Corona-Test: Norwegische Studenten harren am Montag am Flughafen von Johannesburg vor ihrem Flug nach Amsterdam aus.

          Neue Corona-Variante : Wie gefährlich ist Omikron?

          Erste Ausbrüche in Europa verstärken die Sorge, die neue Corona-Mutante könnte noch gefährlicher sein als die bisherigen Varianten. Zu Recht? Noch mangelt es an klinischen Daten, aber einiges lässt sich inzwischen schon über Omikron sagen.
          Drei Generationen von Russlanddeutschen: Erwin Vetter, Alexandra Dornhof und Albina Nazarenus-Vetter in der Siedlung Frankfurter Berg

          Russlanddeutsche : Ein Stempel für das ganze Leben

          Millionen Russlanddeutsche kamen in den neunziger Jahren in die ­Bundesrepublik. Viele fühlen sich bis heute als Bürger zweiter Klasse. Aber die junge Generation entwickelt ein neues Selbstbewusstsein.
          Die Teilhabe an vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ist in Italien an den Green Pass geknüpft.

          Täuschungsversuch : Italiener erscheint mit Silikonarm zur Impfung

          In Italien sorgt ein dreister Impfgegner für Empörung: Um einen Green Pass zu erhalten, erschien er mit einem Silikonarm im Impfzentrum. Eine Helferin schöpfte jedoch Verdacht. Gab es schon mehr solcher Versuche?