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Spielerbörse in der Sommerpause : Der teuerste Stellenmarkt der Welt

  • -Aktualisiert am

88 Millionen Euro wäre Real bereit zu zahlen

Cristiano Ronaldo, der portugiesische Superstar, hat zwar keine überragende EM gespielt, doch Folgen für seinen Marktwert hatte das nicht. Immer noch baggern die Chefeinkäufer von Real Madrid an ihm herum. Zwar stellte Präsident Ramon Calderón inzwischen klar, dass der spanische Meister keineswegs, wie zunächst zu lesen, bereit sei, die Rekordtransfersumme von 100 Millionen Euro für den Mittelfeldstürmer auszugeben. Nein, nein, Real will schön bescheiden bleiben und bestenfalls 88 Millionen für den 22 Jahre alten Jüngling von der Insel Madeira zahlen.

Auch das wäre Weltrekord, vorher gehalten von Real Madrid beim Erwerb des französischen Starregisseurs Zinédine Zidane im Jahr 2001. Seinerzeit überwiesen die Preziosensammler aus Madrid 72 Millionen Euro an Juventus Turin. Diesmal könnten die plötzlichen Veränderungswünsche von Ronaldo an Manchester United scheitern. Der englische Meister hat's selbst reichlich und ist in der Lage, die Kollegen von Real auf die Wirklichkeit hinzuweisen.

Kann sein, dass der Portugiese weiter träumen muss

Und die sieht so aus, dass Cristiano Ronaldo sich im Jahr 2007 bis zum 30. Juni 2012 an den englischen Traditionsklub gebunden hat. Damals sagte er: „Ich bin sehr glücklich und möchte hier noch viele Titel gewinnen.“ Ein Jahr später klingt derselbe Spieler in seiner Sehnsucht nach Madrid ganz anders. „Meine Entscheidung steht schon lange fest. Es ist das, wovon ich schon als Kind geträumt habe.“ Mag sein, dass der Portugiese nach seinem Sommerurlaub weiter träumen muss, weil Manchester ihn nicht freigibt.

Manchester United, Real Madrid, der FC Barcelona, der FC Chelsea, der FC Arsenal, der FC Liverpool, Inter Mailand, AC Mailand, Juventus Turin, manchmal auch der FC Bayern - das sind die Spitzen der Champions-League-Gesellschaft, die sich aus dem Pool der besonders gesuchten EM-Spieler mit dem Extrakick bedienen können. Kein Wunder, dass rund um diese ersten Adressen des Klubfußballs die meisten Gerüchte gestreut werden.

Alles in Bewegung, wenig konkretisiert

So hieß es am vergangenen Sonntag vor dem EM-Finale in einer englischen Zeitung, der Münchner Bastian Schweinsteiger sei auf dem Sprung nach Manchester. United-Trainer Alex Ferguson warte auf einen wie ihn. Dichtung, Wahrheit? Alles war während der EM in Bewegung, wenig hat sich konkretisiert. Die Zeit, in der aus Wechselwünschen Wunschtransfers werden, bricht erst jetzt so richtig an. Auch für die wenigen Bundesliga-Größen mit internationalen Perspektiven.

Dass der Holländer Rafael van der Vaart eine weitere Saison beim Hamburger SV verharren werde, glaubt inzwischen so gut wie niemand mehr. Trotz einer ordentlichen EM dürfte der Holländer aber nicht ein Kandidat für einen der europäischen Spitzenklubs sein. Überhaupt ist es eher unwahrscheinlich, dass mehr als eine Handvoll Profis aus der Bundesliga ihr Glück im Ausland suchen werden. Podolski, wie kolportiert, zu Juventus Turin? Äußerst unwahrscheinlich, da der Kölner Liebling zwar nicht mehr voller Begeisterung, aber immerhin eindeutig bei Bayern München unter Vertrag steht und es in Zukunft mit seinem früheren Nationalmannschaftsförderer Jürgen Klinsmann als Trainer zu tun hat.

Manche Liebe ist sehr teuer

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