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1:2 gegen Spanien : Griechenland verliert auch das letzte Gruppenspiel

  • -Aktualisiert am

Spektakulär, aber sieglos: Kyrgiakos und Kollegen Bild: AP

Titelverteidiger Griechenland hat auch im letzten Gruppenspiel keinen Sieg verbuchen können. Gegen die B-Elf der bereits fürs Viertelfinale qualifizierten Spanier unterlagen die Griechen mit 1:2 Toren. Der Siegtreffer fiel kurz vor Abpfiff.

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          Nicht einmal der Abschied des alten Fußball-Europameisters ist versöhnlich ausgefallen. Griechenland verlor auch das letzte Spiel der Gruppe D gegen Gruppensieger Spanien am Mittwochabend in Salzburg - gegen eine Ersatzmannschaft, für die de la Red (61. Minute) und Güiza (87.) die Treffer schossen.

          Griechenland war durch Charisteas in Führung gegangen (42.). Während die Spanier voller Selbstvertrauen in ihr Viertelfinalspiel gegen Italien am Sonntagabend in Wien gehen können, reisen die schwer geschlagenen Griechen an diesem Donnerstag desillusioniert ab. Schlechter als die vom Essener Otto Rehhagel betreute Mannschaft hat noch kein Titelverteidiger bei einer EM abgeschnitten.

          Die Spanier aus der zweiten Reihe kombinierten nach Belieben

          Einmal noch „saubere Arbeit über neunzig Minuten“ hatte Altmeister Rehhagel seiner Mannschaft abgefordert. Außerdem wollten die Spieler ihrem nach neunzig internationalen Einsätzen zurücktretenden, zuletzt allzu oft patzenden Torwart Nikopolidis mit einem vollen Erfolg noch ein schönes Abschiedsgeschenk machen. Rehhagels Kollege Luis Aragones schonte bis auf den nach knapp einer Stunde ausgewechselten Iniesta seine A-Mannschaft, riet aber all denen, die am Mittwoch ihre erste Chance bekommen hatten, nun ja nicht „den Boden unter den Füßen zu verlieren“. Die Stammspieler durften sich schonen, da am Sonntag gegen Angstgegner Italien jeder gebraucht wird.

          Spektakulär, aber sieglos: Kyrgiakos und Kollegen Bilderstrecke

          Die Spanier aus der zweiten Reihe kombinierten denn auch nach Belieben, wenn auch ohne den letzten Einsatz und Elan, mit ihrem bodennahen Passspiel. Knapp nur verfehlte ihr Bester, Xabi Alonso, das Ziel mit einem Heber aus sechzig (24.) und einem Freistoß (38.) aus zwanzig Metern. Die lange ziemlich mittellosen Griechen aber besannen sich dann doch auf ihr altes Erfolgsrezept, mit dem sie 2004 Europas Fußballmächte erschrocken und hinter sich gelassen hatten: Standardsituationen.

          Die Verhältnisse auf den Kopf gestellt

          Und so traf der Noch-Nürnberger Angelos Charisteas, der vor vier Jahren der Schütze zum goldenen Tor beim 1:0-Endspielsieg über Portugal gewesen war, wie damals mit dem Kopf zum 1:0, nachdem Karagounis einen Freistoß zur punktgenauen Vorlage genutzt hatte (42.). Die Verhältnisse auf dem Platz waren auf den Kopf gestellt, doch das waren sie 2004 auch des Öfteren.

          Das Duell Xabi Alonso gegen Griechenland setzte sich nach dem Wechsel fort. Beim dritten Versuch knallte der schussgewaltige und beste Spanier, obwohl defensiver Mittelfeldspieler, den Ball aus dreißig Metern gegen den Innenpfosten, von wo er im hohen Bogen aufs Feld zurückprallte (54.). Der mit dem zweitschärfsten Schuss im spanischen B-Team traf dann doch für die bessere Mannschaft zum 1:1 (61.): Rubén de la Red vom FC Getafe. Einmal auf den Geschmack gekommen, legte Güiza drei Minuten vor dem Abpfiff mit seinem Treffer aus kurzer Distanz zum 2:1-Sieg für die Spanier nach. Ein passendes Ergebnis, über das sich kein Grieche am Ende beschweren konnte.

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