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Wechselt von Prag nach Wien: Karel Brückner

Brückner für Österreich : Neuaufbau mit altem Mann

„Wir haben nicht auf den Taufschein geschaut, sondern auf Erfahrung und Erfolg“, sagte ÖFB-Präsident Stickler zur Ernennung von Karel Brückner zum neuen österreichischen Auswahlcoach. Der 68-Jährige soll das Alpen-Team zur WM 2010 nach Südafrika führen.
Erster Verlierer oder zweiter Gewinner? Deutschland rätselt über das EM-Ergebnis

Kommentar : Deutsche Grenzerfahrungen

Was ist der zweite Platz bei der Europameisterschaft wert? Die Begeisterung über die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw ist groß. Aber die Zweifel an der wahren Leistungsfähigkeit bleiben.

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  • Spanien nach dem EM-Sieg : Die Nation ist rund

    Die spanische Nationalelf hat der gespaltenen Nation ein Gefühl der Einheit gegeben. Damit hat der Fußball geschafft, was die durch ihr iberisches Stammeslabyrinth irrenden Politiker nur selten vermögen.
  • Spanien ist Europameister : „Wir haben nicht unverdient verloren“

    Es sollte nicht sein: Spanien hat das Finale der Fußball-Europameisterschaft mit 1:0 für sich entschieden. So wartet Michael Ballack weiter auf einen internationalen Titel - der Kapitän leistete sich nach dem Schlusspfiff einen Disput mit Oliver Bierhoff. Jens Lehmann lässt offen, ob er bis dahin im Tor stehen will.
  • In England Gegner, für Spanien erfolgreich: Fabregas (l.) und Torres

    Spaniens Erfolgsrezept : Schöner siegen - in England gelernt

    Fernando Torres erzielt das Siegtor für die Spanier, Cesc Fabregas liefert die Vorarbeit. Beide haben sich in der englischen Liga die nötige Wettkampfhärte geholt - und so den Grundstein für den ersten Titel nach 44 Jahren gelegt.
  • EM-Final-Kommentar : Nur Wille, kein Esprit

    Spanien war zu stark für die deutsche Mannschaft und ist Europameister. Der deutschen Auswahl reichten indes ihre altbewährten Tugenden nicht, um gegen die spielerische Überlegenheit der Iberer standzuhalten. Keine Frage: Spanien holte verdient den Titel.
  • Deutschland gegen Spanien, Podolski gegen Torres

    EM-Finale : Der Mythos lebt

    Wenn die finale Bilanz bei großen Fußballturnieren gezogen wird, standen die Deutschen meistens glänzend da. Ihr Star war schon immer die Mannschaft. Keine spanische Tugend. Seit 44 Jahren haben die Iberer keinen Titel mehr gewonnen. Und diesen Sonntag?
  • Trost vom Schiedsrichter: Rosetti nahm den Unglücksschützen Petric in den Arm

    Fußball-Kommentar : Respekt für diese EM

    Respekt, das trugen die Spieler bei der EM auf dem Trikot. Es waren nicht nur sieben Buchstaben auf dem Ärmel, es war eine gelebte Botschaft. So viel Gelassenheit war noch nie zu sehen bei einem solchen Turnier.
  • Der erste Sieg gegen Rot: Deutschland (hier Podolski, l., gegen Saganowski) räumte die roten Polen im ersten Turnierspiel mit 2:0 aus dem Weg

    Farbpsychologie : Deutschland sieht Rot

    Eigentlich sind rote Trikots ein Vorteil. Das sagt die Wissenschaft. Deutschland hat die empirische Forschung bei dieser Europameisterschaft jedoch in beeindruckender Weise widerlegt - ein gutes Omen für das Finale gegen die „roten“ Spanier.
  • Die Wade ist verhärtet : Bangen um Ballack

    Der Kapitän laboriert an einer Wadenverletzung und fehlt beim Abschlusstraining. Erst kurz vor dem Anpfiff kann Löw entscheiden, ob der Star spielt. Notplan mit Schweinsteiger und Borowski.
  • Finale : Der Ball ist rund...

    ...und ein Sammlerstück. Nur 23 Exemplare nämlich werden für das große Finale mit den Namen der beteiligten Mannschaften bedruckt. 18 gehen ins Stadion, fünf behält der Hersteller für sich.
  • 3:1 durch Gerd Müller (dunkles Trikot): 1972 siegt die Nationalelf erstmals in England, wird später in Brüssel Europameister. Die Jahrhundertelf ist geboren

    Finale Erinnerungen : „Golden Goal“ am Küchentisch

    Ein grandioser Triumph in schwarz-weiß, ein verschossener Elfmeter in Farbe, ein vergessenes Endspiel beim Abiturjubiläum. Fünfmal schon stand die deutsche Nationalmannschaft in einem EM-Finale. Dieter Hoß schwelgt in Erinnerungen.
  • Spielerfrauen im Fokus : Der Brandner-Faktor

    Die fragwürdigsten Kopfbedeckungen, den doofsten Spitznamen, die lichtesten Momente und die mächtigsten Spezis: Bastian Schweinsteiger ist der Mann der Superlative. Nun hat er auch noch die meistbeachtete Freundin: Sarah Brandner ist EM-Liebling der Medien.
  • Spaniens Fußball : Ihr Spiel, es ist aus Eisen und Seide

    Hemingway ist auch in Spaniens Fußball nicht fern: Ein alter Mann regiert dort den Lauf des Balls. Zugleich ist Luis Aragonés ein Verjünger der Spielkultur. Er setzt auf junge Ballkünstler, die Spaniens Fußball in den Rang der schönen Künste erheben.
  • Joachim Löw: „Alles sieht sehr leicht aus”

    Joachim Löw : Genussmensch unter Hochdruck

    Joachim Löw hat sich im Verlauf dieser Europameisterschaft entwickelt. Vom Systematiker, der glaubte, alles kontrollieren zu können, zum Kämpfer, der sich auf seine Improvisationskunst verlassen muss.
  • Wer stürmt den Gipfel?

    Euro-Kommentar : Zauberer und Entzauberte

    Niederlande, Portugal, Russland: der Fußball kennt bei dieser Euro kein Pardon. Wäre am Ende auch der letzte EM-Zauberer entzaubert, hätten wieder einmal die Deutschen gewonnen - und niemand in Europa würde sich darüber wundern.
  • Jubel nach seinem verwandelten Elfmeter gegen Italien - kann Marcos Senna auch am Sonntag jubeln?

    Im Porträt: Marcos Senna : Brasilianer fürs Grobe

    Spanien hat mit Xavi, Fàbregas, Iniesta und Silva gleich vier Männer vom Typus des kleinen, offensiven Spielmachers. Da ist es ein Segen, dass dahinter mit Marcos Senna, dem gebürtigen Brasilianer, der Mann mit den strammsten Oberschenkeln der Primera Division spielt.