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Euro 2004 : „So etwas nennt man gewöhnlich eine Todesgruppe“

  • Aktualisiert am

Für die deutsche Nationalmannschaft gibt es „keinen Grund zu jubeln“ sagte Teamchef Rudi Völler nach der Gruppenauslosung für die EURO 2004. Für DFB-Präsident Mayer-Vorfelder ist es „die schwerste Gruppe“.

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          Reaktionen zur Auslosung Fußball-Europameisterschaft

          Rudi Völler (DFB-Teamchef): „Das ist eine sehr starke Gruppe. Es hätten auch etwas leichtere Gegner sein können. Wir können sicher nicht jubeln. Jetzt haben wir wieder die Holländer erwischt, aber auch die Tschechen sind eine Top-Mannschaft, dazu kommen die Letten als Überraschungs-Team. Aber das hat auch etwas für sich - es gibt keinen Gegner, den wir unterschätzen dürfen. Das einzige, was mich stört, ist der späte Beginn. Wir sind die Gruppe, die als letzte anfängt. Ich hätte mir einen etwas früheren Beginn gewünscht.“

          Dick Advocaat (Bondscoach Niederlande): „Die deutsche Mannschaft hat bei großen Turnieren immer gezeigt, daß sie beißen kann. Das wird diesmal nicht anders sein. Wir müssen beweisen, daß wir sie schlagen können. Leicht ist es nie, wenn man eine Mannschaft umbaut, die Youngster müssen sich noch beweisen. Aber wir haben ja noch fünf
          Monate Zeit.“

          Gerhard Mayer-Vorfelder (DFB-Präsident): „Wenn man von leichten und schweren Gruppen spricht, dann ist das sicherlich die schwerste. In den anderen Gruppen gibt es zwei Favoriten für die zwei Spitzenplätze, bei uns werden drei Mannschaften um die Plätze eins und zwei kämpfen.“

          Oliver Kahn (Kapitän Deutschland): „Das ist eine sehr schwere Gruppe. Alle Gegner sind enorm stark. Es sieht so aus, als hätte die Gruppe drei Favoriten. Holland mußte wegen der Tschechen in die Relegation, das sagt schon alles über die Spielstärke der Tschechen. Auch die Letten darf man nicht unterschätzen. Das Freundschaftsspiel gegen Holland im kommenden Februar hat jetzt schon große Brisanz, das wird ein Hammerspiel. Wir haben eine große Verpflichtung, nicht nur bei der EM, sondern auch im Hinblick auf die WM 2006.“

          Jan Koller (Tschechien/Borussia Dortmund): „Ich glaube, das ist die schwerste Gruppe überhaupt. Aber wie sagt man so schön: Man muß es nehmen wie es kommt.“

          Tomas Rosicky (Tschechien/Borussia Dortmund: „Ich glaube, so etwas nennt man gewöhnlich eine Todesgruppe. Da sind drei Mannschaften, die auf gleichem Niveau
          spielen - ohne die Letten abzuwerten. Aber es ist natürlich besonders reizvoll, als Bundesliga-Profi gegen Deutschland zu spielen.“

          Roy Maakay (Nationalspieler Niederlande): „Wir sind mit der Gruppe nicht unzufrieden. Gegen Tschechien haben wir noch etwas gut zu machen, gegen Deutschland ist es immer schön zu spielen. Die Letten kennen wir nicht. Ich weiß nicht, ob das Freundschaftsspiel gegen Deutschland Anfang kommenden Jahres jetzt noch gespielt wird.“

          Bernd Schneider (Bayer Leverkusen): „Mit der Auslosung kann man zufrieden sein und mit den Gruppengegnern Tschechien, Holland und Lettland leben. Das Highlight ist das erste Gruppenspiel gegen Holland.“

          Jens Nowotny (Bayer Leverkusen): „Das ist eine schöne Gruppe. Es muß machbar sein, die Vorrunde zu überstehen.“

          Rudi Assauer (Manager Schalke 04): „ Das ist eine verdammt harte Nuß. Holland und Tschechien sind derzeit zwei der führenden Mannschaften in Europa. Tschechien hat in den letzten Jahren konstant gute Leistungen gezeigt, über welche Fähigkeiten Holland verfügt, hat man zuletzt gegen Schottland beim 6:0 eindrucksvoll gesehen.“

          Sven-Göran Eriksson (Trainer England): „Das ist die schwierigste Gruppe. Das Auftaktspiel gegen Frankreich wird sehr, sehr schwierig, aber auch sehr schön. Ich denke, wir können sie schlagen, wenn wir unser Spiel spielen.“

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