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EURO 2004 : Auch Portugal bittet die NATO um Hilfe

  • Aktualisiert am

Lissabon beantragt die Entsendung von AWACS-Überwachungsflugzeugen und logistische Unterstützung für die Zeit der Fußball-Europameisterschaft. Portugal fürchtet Ziel von Terroranschlägen zu sein.

          Portugal bittet die Nordatlantische Allianz um Hilfe, die Gefahr von Terroranschlägen bei der Fußball-Europameisterschaft (12. Juni bis 4. Juli) abzuwehren. Wie Ministerpräsident José Manuel Durâo Barroso am Donnerstag im Parlament mitteilte, beantragt Lissabon bei der NATO die Entsendung von AWACS-Überwachungsflugzeugen und logistische Unterstützung. Zuvor hatten bereits die Organisatoren der Olympischen Spiele in Athen NATO-Unterstützung angefordert.

          Auch in Portugal sollen die AWACS-Maschinen dabei helfen, den Luftraum zu überwachen und jedes verdächtige Flugzeug sofort aufzuspüren. Portugals NATO-Botschafter werde demnächst ein entsprechendes Gesuch offiziell bei der Allianz in Brüssel vorbringen. Für das Rockfestival „Rock in Rio“ Ende Mai und Anfang Juni in Lissabon bitte Portugal die NATO ebenfalls um Unterstützung.

          Portugal unterstützte Irak-Krieg

          „Es gibt in Portugal keine glaubhafte Drohung mit Terroranschlägen“, sagte der Regierungschef. „Aber es soll alles getan werden, um die Sicherheit zu gewährleisten.“

          Portugal hat die Sicherheitsvorkehrungen für die EM auf Grund der Terroranschläge von Madrid drastisch verschärft. Bis dahin waren die Behörden davon ausgegangen, daß die Hauptgefahr von gewalttätigen Hooligans ausgehen würde. Mittlerweile scheint man jedoch in islamistischen Terroristen die größte Gefahr zu sehen. Portugal hatte - ähnlich wie Spanien - den Krieg von Amerikanern und Briten im Irak unterstützt.

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