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: Erlaubtes Hormon für Gabriela Szabo

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Die Rumänin Mihaela Botazan, WM-Fünfte über 10 000 Meter, ist für ihre unter Dopingverdacht geratene Teamkollegin Gabriela Szabo eingesprungen.

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          Die Rumänin Mihaela Botazan, WM-Fünfte über 10 000 Meter, ist für ihre unter Dopingverdacht geratene Teamkollegin Gabriela Szabo eingesprungen (F.A.Z. vom 15. Mai). Das Actovegin, das französische Zollbeamte am 9. Mai im Auto der 5000-Meter-Olympiasiegerin sichergestellt haben, sei Botazan angeblich gegen einen Mangel an roten Blutkörperchen verschrieben worden. Davon, daß Actovegin seit gut zwei Jahren als Blutdopingmittel auf der Verbotsliste steht, wisse sie nichts, ließ die 26 Jahre alte Leichtathletin über die Agentur von Gabriela Szabo verbreiten. Im Fahrzeug der Läuferin, das von einem Freund Szabos gesteuert wurde, waren Medikamente entdeckt worden - darunter Progesteron. Nur dies sei für Gabriela Szabo zur Behandlung von Monatsbeschwerden bestimmt gewesen, versicherte deren Manager Jos Hermens. Progesteron ist ein Schwangerschaftshormon. Die Konsumentin profitiere laut Wirkungsbeschreibung "von den positiven Seiten einer Schwangerschaft, ohne überhaupt schwanger zu sein. Der Körper wird also regelrecht überlistet". Progesteron greife in den Zentralmechanismus des menschlichen Körpers ein. Die Frau werde richtiggehend aufgerüstet, "der weibliche Körper bekommt Kraft und Energie, um Organe, Gewebe und andere Körperteile aufzubauen". Vorgetäuschte oder tatsächliche Schwangerschaften wurden in Zeiten des staatlichen DDR-Dopings genutzt, um die Leistungen von Athletinnen zu manipulieren. Nach den Wettkämpfen, so Berichte, erfolgte nicht selten ein Schwangerschaftsabbruch.

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