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Erkältung : Abwarten und Tee trinken: Ruhe ist die beste Medizin

  • -Aktualisiert am

Kann krank machen: Kälte und Wechselwetter Bild: dpa

Wenn der Hals kratzt, der Kopf brummt und die Glieder schmerzen, dann heißt das auch: Mit Ruhe sich von der Erkältung erholen.

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          Eine Grippe dauert normal drei Wochen, mit ärztlicher Behandlung 21 Tage - so scherzte Kurt Tucholsky. Wie jeder Witz enthält auch dieser eine grundsätzliche Wahrheit: Wer erkältet ist, kann sich zwar mit verschiedenen Mitteln Erleichterung verschaffen - aber die Heilung dauert ihre Zeit, mit oder ohne Medizin.

          Schuld an einer Erkältung ist nicht nur die Kälteperiode und das beginnende Tauwetter. Die Erregerviren, von denen in Deutschland 200 verschiedene Typen unterwegs sind, greifen immer an, egal ob es Katzen hagelt, oder der Himmel blau ist. In der Regel wehrt das Immunsystem sie ab - die Erreger, nicht die Katzen. Ist es aber geschwächt, dann haben die Viren eher Erfolg.

          Immunsystem reagiert empfindlich auf Alkohol und Zigaretten

          Stress ist der Immunsystem-Feind Nummer Eins. Ihn zu reduzieren ist meist schwierig, aber nicht unmöglich. Davon abgesehen wäre viel gewonnen, wenn wir nicht selbst die eigene Abwehr attackierten: mit zu wenig Bewegung und Schlaf, zu viel Alkohol, Zigaretten und ungesunder Ernährung - und manchmal mit Leichtsinn.

          Denn wer sich nicht warm einpackt und aus ästhetischen Gründen die gefütterten Schuhe doch lieber im Schrank lässt, hat Glück, wenn er nicht krank wird. Besonders aufpassen muss schließlich, wer chronisch krank ist, weil er grundsätzlich infektanfälliger ist.

          Abwarten und Tee trinken ist die beste Medizin

          Wenn es passiert ist und der Hals kratzt, der Kopf brummt und die Glieder schmerzen, dann heißt das auch: Ruhe und Erholung einlegen. Das Großhirn ist leider für solche Botschaften des Körpers oft nicht empfänglich und antwortet mit zwei Aspirin und einem steifen Grog und schickt ihn anderntags wieder zur Arbeit. Es gibt aber auch vernünftige Kranke, wie die Statistik zeigt: 26 Prozent aller Krankschreibungen lauten auf „Atemwegsinfekt“.

          Das Aspirin hilft zwar gegen die Schmerzen, aber der Grog ist, uralten Überlieferungen zum Trotz, keine Hilfe bei grippalem Infekt, denn Alkohol ist ein Immunschwächer! Gescheiter wäre tatsächlich, sich ein paar Tage zur Rekonvaleszenz zu nehmen, sich auszuruhen, Erkältungstee mit Honig zu trinken und die Abwehr mit homöopathischen Präparaten zu unterstützen, die Extrakte aus immunstimulierenden Pflanzen enthalten.

          Omas Hausrezepte helfen

          Die geschwollene Nase am besten ganz natürlich behandeln: entweder einen Tropfen japanisches Heilkräuteröl auf den Handrücken geben, ablecken, langsam mehrmals tief einatmen. Oder eine Nasendusche aus der Apotheke benutzen. Auch Omas Inhalationsmethode ist noch immer zu empfehlen: In eine Schüssel voll heißem, aber nicht kochendem, Wasser einige Tropfen ätherisches Öl geben - Eukalyptus, Kamille, Thymian oder Pfefferminz.

          Dann Handtuch über Kopf und Schüssel und zehn Minuten langsam tief ein- und ausatmen, mit kleinen Pausen. „Spezielle Sole-Zubereitungen aus der Apotheke“, lesen wir in der Apotheker-Umschau, „haben einen hohen Anteil an Natrium-Bikarbonat. Das puffert die sauren Entzündungsprodukte in der Nase und hilft der Schleimhaut, sich zu regenerieren.“ Allerdings braucht man zur Anwendung für diese Speziallösung ein besonderes Gerät, den Vernebler.

          Erkältung in Ruhe auskurieren

          Denen, die unbedingt schnell wieder fit sein wollen, sei gesagt: Antibiotika helfen dabei nicht. Erstens nutzen sie bei Viren gar nichts, sondern nur bei Bakterien, und zweitens sollte man nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Ein Tipp für Mutige: morgens mit dem ersten Urin gurgeln! Es mildert deutlich die Halsschmerzen. Wer sich überwunden hat, kann damit auch vorbeugen. Eigenurin ist wie eine ganz persönliche Hausapotheke.

          Dem Körper Zeit zu geben, mit der Virenattacke selbst fertig zu werden - das ist das beste Rezept bei Erkältung. Sich Gutes tun, ein Erkältungsbad nehmen, sich warm einpacken und vom Partner ein bißchen bemuttern lassen. So wie damals, als Kind - was Besseres gibt es nicht zur Heilung. Wem es dann trotzdem nach ein paar Tagen nicht besser geht, der muss zum Arzt.

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