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England : Seuche gefährdert Rugby-Turnier

  • -Aktualisiert am

Rugbyspieler befürchten Auszeit Bild: dpa

Wegen der Maul- und Klauenseuche ist das Sechs-Nationenturnier im Rugby gefährdet. Hintergrund ist die Sorge, dass Fans den Erreger über ihre Kleider nach Irland bringen könnten.

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          In Großbritannien ist wegen der Maul- und Klauenseuche die Furcht um den Kollaps der diesjährigen Austragung des Sechs-Nationenturniers im Rugby gestiegen.

          Am Mittwoch Abend war bereits das für Samstag geplante Länderspiel zwischen Wales und Irland in Cardiff bis auf weiteres abgesagt worden. Die irische Regierung, der irische und der walisische Rugby-Verband sowie Vertreter des Sechs-Nationenkomitees hatten diese Entscheidung nach gemeinsamen Gesprächen getroffen.

          Turnier leidet unter Terminnot

          Hintergrund der Absage ist die Sorge der Regierung in Dublin, dass Fans nach der Heimreise vom Spiel in Cardiff den Erreger der Krankheit über ihre Kleider und Schuhe nach Irland bringen könnten.

          Die Veranstalter des ältesten Rugby-Turniers der Welt erwägen im Moment eine Verschiebung des Spiels Wales-Irland auf Ende April. Der Termin müsste jedoch unter der Woche sein, denn das Millenium-Stadion Cardiff ist bis Ende Mai jedes Wochenende mit Rugby- oder Fußballspielen ausgebucht. Weil das Wembley-Stadion in London wegen des bevorstehenden Umbaus nicht zur Verfügung steht, ist der englische Fußballverband mit den Endspielen in Liga-Pokal und FA-Pokal sowie den Aufstiegs-Playoffs in die walisische Hauptstadt ausgewichen.

          Schuhe könnten Seuche übertragen

          Darum ist zu befürchten, dass das Rugby-Spiel zwischen Wales und Irland vollständig abgesagt wird. Auch weitere Spiele des Sechs-Nationenturniers sind gefährdet, wenn die Seuche nicht bald ausgemerzt ist. Fraglich sind vor allem das Spiel zwischen Irland und England am 24. März in Dublin und die beiden Auswärtsspiele für Wales gegen Frankreich und Italien.

          Eine große Zahl der irischen und walisischen Rugby-Fans leben in ländlichen Gebieten, und ein Ende der Ausbreitung der Seuche, dessen Erreger sich auch über Winde verbreiten kann, ist in Großbritannien im Moment noch nicht in Sicht. Dadurch wächst auch das Risiko, dass Rugby-Fans über Kleidung und Schuhe die (für Menschen weitgehend ungefährliche) Krankheit in andere Länder bringen könnten.

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