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Eistanzen : Preisrichter packen aus

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Ehemalige Eiskunstlauf-Preisrichter räumen im ZDF-Magazin „Frontal 21“ ein, unter Druck gesetzt oder sogar erpresst worden zu sein.

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          Mehrere ehemalige Eiskunstlauf-Preisrichter haben eingeräumt, in der Vergangenheit unter Druck gesetzt oder sogar erpresst worden zu sein.

          Dies dokumentierten Interviews im ZDF-Magazin „Frontal 21“, die am Dienstagabend ausgestrahlt werden. Dabei ist, wie schon beim olympischen Paarlauf-Skandal von Salt Lake City, der französische Verbandspräsident Didier Gailhaguet in den Mittelpunkt der Anschuldigungen gerückt.

          Tanja Szewczenko zu schlecht bewertet

          Ex-Juror Francis Betsch erklärte, sein Landsmann Gailhaguet habe ihn bei den Weltmeisterschaften 1996 in Edmonton aufgefordert, die deutsche Läuferin Tanja Szewczenko runterzuwerten.

          Unter dem Schutz der Anonymität behauptete ein anderer Preisrichter, wegen einer offenkundigen Absprache seiner Kollegen hätte das deutsche Nachwuchspaar Miriam Steinel und Wladimir Zwetkow (Oberstdorf) bei den Junioren-Weltmeisterschaften Anfang März in Hamar in der Eistanz-Konkurrenz keine Medaille gewonnen.

          Untersuchung zu Skate-Gate

          Der Eislauf-Weltverband ISU erbat sich am Rande der Weltmeisterschaften in Nagano vom ZDF eine Videokopie der entsprechenden Passagen. Auf einem Hearing am 29./30. April in Lausanne will sich der Verband dann auch erneut mit den Vorfällen von Salt Lake City befassen.

          Die französische Jurorin Marie Reine le Gougne hatte zugegeben, unter Druck gewertet zu haben, daraufhin war nachträglich eine zweite Goldmedaille an das kanadische Paar Jamie Sale und David Pelletier vergeben worden.

          Siedenberg sieht Überforderung als Hauptgrund

          Angela Siedenberg, Präsidentin der Deutschen Eislauf-Union (DEU) und lizenzierte Preisrichterin, gab sich in der Olympiastadt von 1998 unwissend: „Solche Verhandlungen, wie sie laut dem ZDF im Eiskunstlauf vorkommen sollen, habe ich noch nicht erlebt. Das eigentliche Problem ist meiner Meinung nach eine Überforderung der Preisrichter, die alle ehrenamtlich arbeiten.“

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