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Eisschnellauf : Titel für Anni Friesinger und Claudia Pechstein

  • Aktualisiert am

Jetzt auch meisterlich im Sprint: Anni Friesinger Bild: AP

Zum ersten Mal hat sich Olympiasiegerin Anni Friesinger bei deutschen Meisterschaften den Titel im Sprint-Vierkampf geholt. Claudia Pechstein gewann locker im Allround-Mehrkampf.

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          Anni Friesinger hat ihre Sprinter-Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis gestellt und sich gleich beim ersten Anlauf den nationalen Titel im Sprint-Vierkampf gesichert. Die dreimalige Weltmeisterin aus Inzell erkämpfte am Dienstag in Berlin vor allem dank zweier glänzender Rennen über 1000 Meter ihren Premieren-Titel und holte damit ihre insgesamt zehnte deutsche Meisterschaft. Damit stellte die 26jährige zugleich die Weichen in Richtung eines möglichen Medaillengewinns bei den Sprint-Weltmeisterschaften am 17./18. Januar in Nagano.

          Im Allround-Mehrkampf war ihre große Rivalin Claudia Pechstein nicht zu schlagen und erkämpfte ohne größere Konkurrenz mit vier Streckensiegen ebenso souverän den Titel.
          „Ich weiß, bei der WM wird es ganz schwer, denn mit Jennifer Rodriguez und Marianne Timmer sind andere die Favoriten. Ich habe vor allem über 500 Meter Defizite, aber ich sehe im Vierkampf eine Chance“, sagte Anni Friesinger nach ihrem souveränen Titelgewinn, den sie am Dienstag mit der Bestzeit über 1000 Meter von 1:17,39 Minuten sicherte.

          Claudia Pechstein trotz leichter Zerrung ungefährdet

          Fries„Das Wichtigste in Nagano ist, daß ich mich mit guten Zeiten für die Einzelstrecken-WM in Seoul qualifiziere“, fügte sie strahlend hinzu und freut sich nun auf den Jahreswechsel. „Ich werde bei Freunden auf dem Lande feiern, denn in meiner Heimatstadt Salzburg wird mir die Knallerei bis in den frühen Morgen doch zu viel“, sagte die Olympiasiegerin über 1500 Meter.

          Sprint-Weltmeisterin Monique Garbrecht-Enfeldt verzichtete auf weitere Rennen am zweiten Wettkampftag, nachdem sie tags zuvor bei ihrem verspäteten Saisoneinstand auf Grund einer drei Monate währenden Knieverletzung zu überzeugen wußte. Mit Hilfe einer Sondergenehmigung des Verbandes wird die 35jährige Berlinerin dennoch zum Championat nach Nagano reisen. Als Gesamt-Zweite qualifizierte sich zudem die Berlinerin Pamela Zoellner, die zweimal die 500 Meter für sich entschied, für die Sprinter-Titelkämpfe.

          Für Claudia Pechstein steht nun nach einem „lockeren Vierkampf“ mit den Europameisterschaften in Heerenveen bereits in zehn Tagen eine ungleich schwerere Prüfung an. Trotz einer leichten Zerrung im Vorfeld des Titelkampfes geriet sie über die vier Distanzen nie in Gefahr und konnte vor allem ihre Spezialdistanzen über 3000 und 5000 Meter wie ein Trainingsprogramm abspulen. „Mit der Leistung über 500 Meter können wir noch nicht zufrieden sein. Hier gibt es in den kommenden Tagen noch viel zu tun“, sagte ihr Trainer Joachim Franke. Aufgrund ihrer schwächeren Leistungen auf der Sprintstrecke gilt die Berlinerin diesmal nicht als EM-Favoritin. Favoritin in Heerenveen ist Anni Friesinger, die ihren dritten EM-Titel nacheinander anstrebt.

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