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Eiskunstlaufen : Paarlauf-Gold ohne Proteste

  • Aktualisiert am

Weltmeisterlich: Xue Shen, gehoben von Hongbo Zhao Bild: AP

Die Chinesen Xue Shen und Hongbo Zhao gewannen unangefochten das Paarlaufen bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Nagano.

          Chinas erste Paarlauf-Weltmeister heißen Xue Shen und Hongbo Zhao. Die schon nach dem Kurzprogramm führenden Olympia-Dritten von Salt Lake City nutzten die Abwesenheit der „doppelten“ Goldmedaillengewinner Elena Bereschnaja/Anton Sicharulidse (Russland) und Jamie Sale/David Pelletier (Kanada) bei den Welttitelkämpfen in Nagano zum großen Coup.

          Die letztjährigen WM-Dritten präsentierten sich vor 2800 Zuschauern in der M-Wave-Halle zwar nicht ganz so strahlend wie in der Kurzkür, doch am Sieg der beiden Asiaten gab es trotz eines Sturzes von Xue Shen beim dreifachen Toe-Loop nichts zu deuteln, alle neun Juroren setzten die Chinesen auf den ersten Platz.

          Mariana Kautz und Norman Jeschke enttäuschten

          Silber holten die russischen Europameister Tatjana Totmianina und Maxim Marinin, Kyoko Ina und John Zimmerman aus den USA gewannen die Bronzemedaille. Die deutschen Vizemeister Mariana Kautz und Norman Jeschke schlossen eine verkorkste Saison symbolträchtig mit einer enttäuschenden Kür ab. Zur Filmmusik „Das Leben ist schön“ hatten die beiden Berliner sogar Mühe, ihren 14. Platz nach dem Kurzprogramm zu verteidigen.

          An eine Top-Ten-Platzierung und damit an ein Startrecht für ein weiteres deutsches Paar für die WM 2003 in Washington war nicht zu denken. „Damit haben wir unser Ziel eindeutig nicht erreicht“, musste Jeschke einräumen. Schwachpunkt im Duo von Trainer Knut Schubert war die 21-jährige Kautz.

          Landung auf zwei Füßen

          Die Freundin von St. Paulis Fußballprofi Nico Patschinski landete sowohl den dreifachen Toe-Loop als auch den dreifachen Wurf-Rittberger auf zwei Füßen, den doppelt geplanten Axel sprang sie nur einfach. Schwache Bewertungen bis runter auf 4,5 Punkte waren die Quittung dafür.

          Die Schülerin erklärte zur Begründung, sie habe mit einer aufkommenden Grippe zu kämpfen gehabt: „Ich konnte zuletzt nicht mehr voll trainieren und war am Ende der Kür ganz schön wackelig. Gut, dass die Saison jetzt vorbei ist.“ Kautz/Jeschke wiederholten mit diesem Ergebnis die Platzierung von Salt Lake City.

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