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Eiskunstlaufen : Märchenstunde in Lausanne

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Lange gezittert: Mariana Kautz und Norman Jeschke Bild: AP

Happy-End für Mariana Kautz und Norman Jeschke bei der Eiskunstlauf-EM: In letzter Minute löste das Paar das Olympiaticket.

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          Die deutschen Vize-Meister Mariana Kautz und Norman Jeschke haben das deutsche Desaster bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Lausanne noch einmal mildern können. Trotz zweier Stürze und mehrerer grober Fehler liefen die deutschen Vize-Meister Mariana Kautz und Norman Jeschke in der Paarlauf-Konkurrenz noch auf den achten Rang und erreichten damit genau die vom Nationalen Olympischen Komitee geforderte Norm.

          Die beiden Berliner profitierten dabei von noch ärgeren Patzern der direkten Konkurrenten und wurden von der Qualifikation völlig überrascht. „Wir haben es geschafft, ich kann es nicht glauben“, sagte Kautz.

          Erst Tränen, dann Triumph

          Jeschke, dessen Sturz beim dreifachen Toe-Loop der Anfang vom Ende für die Schützlinge von Trainer Knut Schubert schien, war wenige Minuten zuvor wie ein Häufchen Elend vom Eis geschlichen. Der 21-Jährige verließ weinend die Halle und war von seiner Partnerin kaum zu trösten.

          Die Europameister: Tatjana Totmianina und Maxim Marinin

          Zu schwach hatten sich Kautz/Jeschke den zahlreichen in die Schweiz gereisten Fans präsentiert, doch das zunächst so niedergeschlagene Duo staunte nicht schlecht, als die Rivalen noch orientierungsloser über das Eis stolperten.

          Zuvor hatte sich Jeschke bereits mit dem Scheitern abgefunden: „Es sollte wohl einfach nicht sein, der Druck, auch vom Verband, war zu groß.“ Dagegen hatte bereits mehrere Stunden vor Wettkampfbeginn Sarah Jentgens und Mirko Müller (Dortmund/Berlin) das olympische Aus ereilt.

          Titel ging an Tatjana Totmianina und Maxim Marinin

          Der 27-Jährige klagte nach dem Abschlusstraining am Mittag über Brustschmerzen und Atemnot, ausgelöst durch einen grippalen Infekt. Die deutschen Meister hatten nach dem Kurzprogramm auf dem zehnten Platz gelegen. Damit verpasste das Paar auch die Qualifikation für die Welttitelkämpfe im März im japanischen Nagano.

          Den Titel holten sich die nach dem Kurzprogramm führenden Tatjana Totmianina und Maxim Marinin aus Russland vor den Franzosen Sarah Abitbol und Stephane Bernadis sowie den ehemaligen Weltmeistern Maria Petrowa und Alexej Tichonow (ebenfalls Russland).

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