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Millionäre beim Eishockey : Warum die NHL-Stars plötzlich zur WM kommen

  • -Aktualisiert am

Will mit Schweden den Titel bei der WM holen: Torwart-Star Henrik Lundqvist Bild: Reuters

Die Eishockey-WM in der Slowakei hat es in sich. Mehr als hundert NHL-Profis werten das Turnier tüchtig auf. Die Teilnahme der großen Stars hat einen bestimmten Grund.

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          Alexander Owetschkin sah unzufrieden aus, als er da auf der Spielerbank saß und zum Videowürfel raufschaute. Es wollte nicht so recht laufen für den 33-Jährigen im Auftaktspiel der Russen bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Slowakei. Die Pässe der Mitspieler fanden ihn nicht, seine Schüsse kamen nicht durch, und wenn er doch mal allein vor dem Tor stand, sprang ihm der Puck über den Schläger. Letztlich war das einerlei, es trafen halt andere beim 5:2 am Freitag über Norwegen. Und so konnte Russlands aktuell größter Sportheld doch noch zufrieden ins Mannschaftshotel fahren. Der Mann, der allein in der nordamerikanischen Profiliga NHL mehr als 700 Tore erzielt hat. Der die Washington Capitals im Vorjahr zum Stanley Cup führte. Und der diese Saison zum achten Mal Torschützenkönig der stärksten Eishockey-Liga wurde.

          Ein Weltstar wie Owetschkin hebt das russische WM-Team auf einen neuen Level. Und er ist nicht der einzige. Auch der NHL-Topscorer Nikita Kutscherow ist dabei, ebenso der dreimalige Stanley-Cup-Sieger Jewgeni Malkin und zahlreiche andere. Die Russen sind mit einem Kader in Pressburg (Bratislava), den eine WM lange nicht gesehen hat. Weil sie nach vier enttäuschenden Jahren wieder gewinnen wollen. Zwar holten sie 2018 im Finale gegen Deutschland Olympia-Gold, doch ernst genommen hat das in Fachkreisen kaum jemand. In Südkorea gab es ja kein „Best-on-best“-Turnier, weil die NHL ihre Spieler nicht freigab.

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