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Eishockey-Nationaltrikot : Immerhin nicht verbrüht

Neues Trikots, neuer Ärger: In Pyöngchang hatten die Olympahelden wohl noch keine Botschaft im Dress Bild: dpa

Die Idee war gut: Die Schlagworte aus der Nationalhymne sollten den deutschen Eishockey-Herren Mut machen für die bevorstehende WM. Der Trikothersteller kaufte aber ein „e“ zu viel. Mal sehen, ob sich das Glücksrad dennoch weiterdreht.

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          Es ist schon ein Fluch mit diesem Nationalhymnentext. Einige Sportler singen ihn inbrünstig mit vor Spielen und bei Siegerehrungen. Andere schweigen und sorgen für Verdruss und Zweifel an der richtigen Einstellung. Und andere wiederum tappen in ganz gemeine Fallen. Unvergessen wie einst Sarah Conor unüberhörbar die Zeile „Brüh im Lichte dieses Glückes“ sang, wo Hoffmann von Fallersleben doch 1841  eigentlich „Blüh im Glanze dieses Glückes“ gedichtet hatte.

          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nachdem Sarah Connor 2005 beim Eröffnungsspiel der Münchner Allianz-Arena zwischen den Bayern und der Nationalmannschaft reichlich Spott abbekommen hatte, sind nun die deutschen Eishockey-Olympiahelden dran. Der Ausrüster hat nämlich ein „e“ zu viel gekauft, jetzt ist natürlich fraglich, ob sich das Glücksrad weiter dreht fürs deutsche Eishockey. Im Hemdkragen stehen die Worte „Einigkeit Rechte Freiheit“ und die Helden von Pyöngchang würden jetzt wohl gerne im Geiste des Sat-1-Glücksrads „Ich verkaufe ein e“ sagen. Können sie aber nicht. Stattdessen wird das „e“ für die bevorstehenden Testspiele in Sotschi abgeklebt, bis der Hersteller ein neues Dress nachliefert.

          Hoffentlich sind die Namen richtig beflockt

          Immerhin haben sich die Eishockeyhelden nicht verbrüht und sie können sich noch glücklich wähnen, wenn zumindest ihre Namen auf den Shirt richtig beflockt sind. Da gilt nämlich: Andere Sportart, noch viel größere Sorgen: Der deutsche Nationalmannschaftsringer Deniz Menekse musste vor zwei Jahren einige Monate lang unter falschem Namen auf die Matte. Auf seinem Trikot waren bei dem tatsächlich nicht ganz einfachen Nachnamen die Buchstaben „k“ und „s“ vertauscht, weshalb Menekse als „Meneske“ in den Kampf zog. Dann dürfte den Eishockeyspielern im Zweifel doch lieber sein, dass sie sich nun für Rechte statt für Recht einsetzen mit ihrer Botschaft im Hemdkragen.

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