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Eishockey-WM : Deutschland gewinnt Auftaktspiel mit Mühe

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Halbwegs sicher zum Sieg:Deutschlands Moritz Müller (vorne) und Großbritanniens Jonathan Phillips kämpfen um den Puck. Im Tor steht Torhüter Mathias Niederberger. Bild: dpa

Kurzzeitig stand es im letzten Drittel 1:1. Dann aber gelingt dem deutschen Team doch noch der Pflichtsieg zum Auftakt der Eishockey-WM gegen Außenseiter Großbritannien.

          Nur mit viel Mühe hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft den Pflichtsieg zum WM-Auftakt in der Slowakei errungen. Gegen den Aufsteiger Großbritannien gewann das Team um NHL-Star Leon Draisaitl nach großen Anlaufschwierigkeiten 3:1 (0:0, 1:0, 2:1) und verbuchte die ersten drei Punkte in der Vorrundengruppe A. Bis ins letzte Drittel biss sich die Auswahl des neuen Bundestrainers Toni Söderholm an dem krassen Außenseiter die Zähne aus.

          Ausgerechnet der Jüngste brachte das deutsche Team vor 6866 Zuschauern in der Steel Arena in Kosice in Führung: Der 18-jährige Moritz Seider traf in seinem zweiten Länderspiel zum 1:0. Nach einem Fehlpass von Draisaitl am eigenen Tor glich Mike Hammond aus (44.). Der Münchner Yasin Ehliz (51.) und Draisaitl (53.) sicherten der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in der Schlussphase aber noch den Sieg.

          Probleme mit den Briten

          Noch ohne ihren NHL-Torwart Philipp Grubauer hatte die deutsche Mannschaft enorme Probleme mit den Briten, die erstmals seit 1994 wieder in der A-Gruppe spielen und vor zwei Jahren noch drittklassig waren. Im zweiten Spiel am Sonntag (16.15 Uhr/Sport1) gegen Dänemark, das zum Auftakt Frankreich mit 5:4 nach Penaltyschießen bezwang, ist eine deutliche Leistungssteigerung notwendig. Wie erwartet bestimmte die deutsche Mannschaft von der ersten Minute an das Geschehen auf dem Eis. Phasenweise schnürten Draisaitl und Co. die Briten im eigenen Drittel ein und spielten mit fünf gegen fünf Powerplay. Allerdings waren viele Pässe ungenau - ebenso wie die Schüsse. Wenn der Puck aufs Tor flog, war der britische Goalie Ben Bowns zur Stelle. Der Düsseldorfer Mathias Niederberger im deutschen Tor hatte deutlich weniger zu tun.

          Die größte Chance des ersten Drittels hatte dennoch der Olympiasieger von 1936: Nach einem Fehler des NHL-Verteidigers Korbinian Holzer scheiterte Evan Mosey allein vor Niederberger (20.). Auch im zweiten Abschnitt dominierte die DEB-Auswahl weiter, erspielte sich aber nur wenige hochkarätige Torchancen. Der Frust wuchs, Draisaitl und sein NHL-Kollege Dominik Kahun versuchten immer häufiger ihr Glück mit Einzelaktionen. Auch Söderholm verlor die Geduld und schickte die beiden gemeinsam aufs Eis. Mit Erfolg: Der Druck wurde so groß, dass Seider das 1:0 gelang.

          Doch damit war das Spiel noch nicht gewonnen. Nach Draisaitls Patzer stellte erst Ehliz die Weichen auf Sieg. Am Sonntagmittag trifft Grubauer in Kosice ein. Der 27-Jährige hatte nach dem Play-off-Aus mit der Colorado Avalanche grünes Licht von seinem Klub für die WM-Teilnahme bekommen. "Wir bekommen einen Spieler, der in den vergangenen Monaten einer der besten Torhüter der NHL war", sagte Söderholm. "Jeder Mannschaft würde ein solcher Weltklasse-Torhüter einen zusätzlichen Push und positive Energie geben", sagte DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel dem SID: "Sein Kommen nach einer sehr, sehr langen Saison zeigt seine Einstellung, das ist hochprofessionell. Er will der Nationalmannschaft helfen."

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