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Deutsches Eishockey-Team : „Es hat nicht viel gefehlt“

  • Aktualisiert am

Geknickt: Deutschlands Matthias Plachta Bild: dpa

Nach dem Viertelfinal-Aus bei der Eishockey-WM überwiegt im deutschen Team die Enttäuschung. Dennoch ist der Neuanfang mit Bundestrainer Söderholm geglückt. Der Finne ist „stolz“ auf seine Spieler.

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          Trotz des Ausscheidens im Viertelfinale der Eishockey-WM am Donnerstagabend hat Toni Söderholm ein positives Fazit seiner ersten Weltmeisterschaft als Eishockey-Bundestrainer gezogen. „Ich bin unheimlich stolz auf die Spieler. Wir haben eine ziemlich gute Spur gefunden, wir haben den ersten Grundstein gelegt“, sagte der Finne, der zu Jahresbeginn das Amt übernommen hatte, nach dem 1:5 gegen den zwölfmaligen Weltmeister Tschechien in Bratislava. „Wie sich die Jungs auch spielerisch über die zwei Wochen entwickeln konnten, hat mich wirklich überzeugt“, meinte der Nachfolger von Marco Sturm weiter: „Sie sind lernfähig, motiviert und neben dem Eis absolute Gentlemen.“

          Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) beendete die WM in der Slowakei mit fünf Siegen und drei Niederlagen als Gesamtsechster und erreichte damit die beste Abschlussplatzierung seit dem Halbfinaleinzug bei der Heimweltmeisterschaft 2010. Die Vorrunde mit fünf Erfolgen in sieben Spielen war die beste überhaupt für ein deutsches Team bei einer WM.

          15 Monate nach der Silbersensation bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang blieb der deutschen Mannschaft allerdings weiteres Edelmetall verwehrt. Die Enttäuschung der Spieler war groß, so Söderholm: „Die Jungs haben es als eine verpasste Möglichkeit gesehen. Deswegen glaube ich, dass es für die Spieler ein bisschen schmerzhaft sein wird. Es sollte auch ein bisschen weh tun, damit sie motiviert sind für die Zukunft.“

          Söderholms Enttäuschung im dritten Drittel gegen Tschechien ist sichtbar: „Es hat nicht geklappt.“
          Söderholms Enttäuschung im dritten Drittel gegen Tschechien ist sichtbar: „Es hat nicht geklappt.“ : Bild: dpa

          Der Traum von der ersten WM-Medaille seit 66 Jahren platzte im dritten Drittel. „Es hat nicht viel gefehlt“, urteilte Söderholm nach dem Spiel gegen Tschechien: „Über 44 Minuten waren wir genau im Plan und haben gute Torchancen kreiert.“

          In der letzten Viertelstunde entschieden die Tschechen durch Tore von Jakub Voracek (45.), Dominik Kubalik (52.), Ondrej Palat (54.) und Jan Kovar (60.) das Spiel. Zuvor hatte der Münchner Frank Mauer (38.) den Rückstand durch Kovar (34.) ausgeglichen. „Dann haben wir ein bisschen Pech gehabt“, meinte Söderholm: „Ein guter Gegner nutzt das aus. Ich hatte auch in der zweiten Drittelpause das Gefühl, dass bei uns noch mehr kommt. Es hat nicht geklappt.“

          Über seine WM-Premiere als Bundestrainer fand Söderholm abschließend doch nur positive Worte: „Es war eine absolut überragende Zeit. Es ist mir eine Ehre, mit diesen Spielern arbeiten zu dürfen. Es hat echt Spaß gemacht.“

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