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Eishockey-WM : Eisiger Protest

  • -Aktualisiert am

Lukaschenka: Eishockey als Propagandamittel Bild: LAIF

Zwei Bundestagsabgeordnete haben erkannt, welch gewissenlosem Spiel der Internationale Eishockey-Verband zugestimmt hat. Sie machen jetzt, was der Sport so gerne predigt.

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          Es gibt noch Politiker, die sich nicht ständig von Pragmatismus leiten lassen. Die Bundestagsabgeordneten Bijan Djir-Sarai und Patrick Kurth, beide von der FDP, könnten sich bei der Eishockey-WM 2014 in Weißrussland auf die Tribüne setzen und von dem Beitrag des Sports für die Demokratisierung dieses Landes faseln.

          Das Internationale Olympische Komitee hat es 2008 bei den Sommerspielen in China ja vorgemacht. Ein schönes Sportfest war das. Zufrieden nickte die Parteiführung in Peking ob so viel ausländischer Mithilfe bei der Inszenierung des Spektakels. Geändert hat sich nichts. Verhaftet wird weiter.

          Gewissenloses Spiel

          Dieses unwürdige Spiel soll sich in Weißrussland nicht wiederholen. Deshalb hat die Arbeitsgruppe Außenpolitik der FDP in einem Brief den Präsidenten des Internationalen Eishockey-Verbandes (IIHF), René Fasel, gebeten, die Vergabe des Turniers zurücknehmen zu lassen.

          Weil die WM dem brutalen Widerling Lukaschenka als ideales Propagandamittel dient, einem Präsidenten, der Menschen unter „Missachtung rechtsstaatlicher Mittel hinrichten“ lässt, sein Volk brutal unterjocht, Wahlen fälscht. Djir-Sarai und Kurth haben erkannt, welchem gewissenlosen Spiel die IIHF zugestimmt hat. Jetzt machen sie, was der Sport so gerne predigt: Sie setzen sich für die Würde der Menschen ein.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

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