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Eishockey-WM : Deutliche Niederlage gegen Tschechien

  • Aktualisiert am

Reichlich beschäftigt: Keeper Robert Müller Bild: AP

Mit viel Kampf und noch mehr Glück hielt die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ihre WM-Partie gegen den Favoriten Tschechien lange offen. Am Ende aber stand es 1:5.

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          Durch ärgerliche Strafzeiten ist die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft an einer Weltmeisterschafts-Überraschung und einer besseren Ausgangsposition für das Viertelfinale vorbei geschrammt. Gegen WM-Gastgeber Tschechien verlor die DEB-Auswahl am Mittwoch in Prag erst am Ende noch klar mit 1:5 (0:1, 1:0, 0:4) und beendete die Vorrunde damit auf Platz drei.

          Das 25. Länderspieltor von Klaus Kathan (38. Minute) und eine große Leistung von Torhüter Robert Müller genügten nicht zum großen Erfolg im Prestigeduell gegen den früheren Weltmeister, der durch Vaclav Prospal (19.) in Führung gegangen war. Superstar Jaromir Jagr (43.) und Jan Hlavac (44.) sowie ein weiterer Doppelschlag von Martin Rucinsky (54.) und Jan Hejda (54.) sorgten am Ende für eine deutliche Niederlage.

          Mit einem Punkt in die Zwischenrunde

          In die Zwischenrunde nimmt die deutsche Mannschaft wie Lettland und die Schweiz einen Punkt mit. Österreich hat zwei Punkte auf dem Konto. Tschechien mit vier und Titelverteidiger Kanada mit drei Zählern gelten als sichere Kandidaten auf den Viertelfinal-Einzug.

          Nächster Kontrahent ist am Samstag Österreich. Gegen die am Mittwoch 3:1 über die Schweiz siegreichen Kanadier spielt die DEB-Auswahl am Sonntag. Die letzte Partie am kommenden Dienstag gegen die Schweiz könnte über das Weiterkommen entscheiden. Die besten vier Zwischenrunden-Teams ziehen ins Viertelfinale ein. In der anderen Staffel in Ostrau spielen Schweden, Rußland, Finnland, die Slowakei, die Vereinigten Staaten und Dänemark.

          Die Tschechen spielten zwar ihre technische und läuferische Überlegenheit aus und besaßen viel mehr Chancen. Doch zumindest ließen sich die Spieler von Bundestrainer Hans Zach lange nicht so durcheinanderwirbeln wie zuvor Kasachen und Letten. Vor 17.000 gespannten Zuschauern in der ausverkauften Sazka-Arena, darunter etwa 2000 deutsche Fans, hatte die Mannschaft von Bundestrainer Hans Zach zu Beginn sogar zwei gute Chancen zur Führung. Doch weder Jochen Hecht (4.) noch Tomas Martinec (6.) brachten den Puck freistehend unter. Auch zwei insgesamt fast zwei Minuten lange technische 5:3-Überzahlspiele brachten nichts ein.

          Entscheidung durch einen Doppelschlag

          In Schwierigkeiten kam das DEB-Team vor allem bei eigener Unterzahl. Als Jochen Molling auf der Strafbank saß, war der für den geschonten Olaf Kölzig im Tor stehende Müller bei Prospals Schuß erstmals geschlagen. Der Krefelder hatte zwar noch Glück bei zwei Lattentreffern, reagierte aber mehrmals glänzend. Überraschend fiel dann der Ausgleich, als Kathan einen von der seitlichen Bande abprallenden Puck mit einem mächtigen Schlagschuß in den hinteren Torwinkel drosch.

          Doch als abermals Molling und Eduard Lewandowski Strafzeiten absaßen, nutzen Superstar Jagr und Jan Hlavac das Powerplay mit zwei Toren binnen 35 Sekunden zur Entscheidung. Die insgesamt vier deutschen Spieler mit tschechischen Wurzeln, darunter Jan Benda an seinem 32. Geburtstag, konnten der Partie danach ebenso wenig noch eine Wende geben wie Jochen Hecht. Der NHL-Profi konnte diesmal nicht an seine guten Leistungen vom 4:2 über Kasachstan und dem 1:1 gegen Lettland anknüpfen.

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