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Eishockey : Deutschland schlägt Russland

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Neuerdings eine enge Angelegenheit im Eishockey: Deutschland und Russland auf Augenhöhe Bild: AP

Wie im Olympia-Finale, nur umgekehrt: Deutschlands Eishockey-Nationalmannschaft schlägt die russische Auswahl mit 4:3 nach Verlängerung. Allerdings treten beide Teams völlig verändert an.

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          Ein unerfahrenes deutsches Eishockey-Nationalteam hat beim zweiten WM-Casting eine Überraschung geschafft. Ohne Silbermedaillengewinner rang die Auswahl von Bundestrainer Marco Sturm am Samstag in Sotschi Russland knapp mit 4:3 (1:1, 0:2, 2:0) nach Verlängerung nieder. Dabei steigerten sich die stark ersatzgeschwächten Gäste im Vergleich zum 1:4 am Vortag deutlich und holten mit unermüdlicher Moral einen 1:3-Rückstand auf.

          Verteidiger Bernhard Ebner ließ das Team des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) mit seinem Siegtor in der Overtime jubeln (64. Minute). In der regulären Spielzeit hatten College-Spieler Marc Michaelis (8. Minute), Simon Sezemsky (46.) und Maximilian Kammerer (51.) die deutschen Treffer erzielt. „Meine Mannschaft war mutiger, bissiger und hat sich den Sieg nach dem Zwei-Tore-Rückstand im letzten Drittel verdient. Wir hatten eine sehr gute Woche mit einem sehr guten Finish“, bilanzierte Sturm. Der Coach wollte von einer Olympia-Revanche aber wegen der völlig veränderten Vorzeichen nichts wissen.

          Vier Wochen vor dem Auftakt zur WM in Dänemark konnten sich in Sotschi Profis der zweiten und dritten Garde empfehlen. Auf sich aufmerksam machte der 22-jährige Michaelis von der Minnesota State University. Der Angreifer traf jeweils in seinen ersten beiden Länderspielen.

          Im zweiten Kräftemessen vor 11.008 Zuschauern konnte die Mannschaft von Bundestrainer Sturm das Spiel anders als am Freitagabend ausgeglichen gestalten und sich mehr Chancen erspielen. Den Russen reichten die Treffer von Alexander Chochlatschjow (4.), Alexander Dergatschjow (21.) und Nikolai Demidow (39.) diesmal nicht.

          Auch der Goldmedaillengewinner trat knapp sieben Wochen nach dem Olympia-Finale, das er freilich als “olympische Athleten Russlands“ absolvierte, gegen das deutsche Überraschungsteam mit einem im Vergleich zu Pyeongchang völlig veränderten Aufgebot an.

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