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Eishockey : DEL: Komma neuer DEG-Coach, Brunner wird Manager

  • Aktualisiert am

Nach den Frankfurt LIons arbeitet auch die Düsseldorfer EG mit einem neuen Coach: Manager Michael Komma übernimmt das Traineramt von Gerhard Brunner.

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          Die Düsseldorfer EG dreht das Personalkarussell: Manager Michael Komma übernimmt das Traineramt von Gerhard Brunner, der wiederum in Zukunft für Kommas bisherige sportliche Leitung verantwortlich sein wird.

          Das ist das Ergebnis einer knapp neunstündigen Krisensitzung beim achtmaligen deutschen Meisters, die der Vorstand nach der vierten Niederlage im fünften Heimspiel am Mittwoch (2:4 gegen die Moskitos Essen) einberufen hatte.

          Komma soll ab Freitag das Training der DEG leiten, im Heimspiel gegen die Eisbären Berlin am Donnerstag aber schon alleine hinter der Bande stehen. Der Ex-Manager soll am Freitag einen neuen Vertrag bis Juni 2003 unterzeichnen. Brunners Kontrakt bis 2002 zählt weiterhin. Der Bad Tölzer, der den Traditionsklub zum Aufstieg in die DEL geführt hatte, war insgesamt 601 Tage und bei 95 Pflichtspielen im Amt.

          DEG-Fans gegen Brunner

          „Diese Entscheidung entspricht meinem eigenen Wunsch. Ich habe nicht mehr an meinem Job gehangen. Vielleicht kann Michael Komma mehr bewegen als ich. Ich habe mir als Trainer nichts vorzuwerfen, deshalb ging mir die Sache ganz schön an die Nieren“, sagte Brunner. „Die Lösung war nicht einfach, aber die Fans waren absolut gegen Brunner. Ich erwarte jetzt von der Mannschaft, dass sie endlich eine Leistungssteigerung zeigt“, meinte Komma nach der Marathon-Sitzung. Die Entscheidung der Kompetenzverschiebung war vom Vorstand und der Geschäftsführung einstimmig getragen worden.

          Komma hatte auf der Pressekonferenz, zu der Brunner gar nicht mehr erschien, die Spieler ins Visier genommen: „Sie haben wunderschöne Autos und Wohnungen, bekommen ihr Geld immer pünktlich, aber die Leistung ist nicht entsprechend. Jetzt ist es Zeit, endlich Tacheles zu reden.“ Auch die Mannschaft stand zuletzt nicht mehr hinter Brunner, der nun kommende Verträge mit den Akteuren aushandeln muss. Verteidiger Mike Pellegrims erklärte vielsagend: „Ich weiß, woran es liegt. Aber ich kann es nicht in der Öffentlichkeit sagen.“

          Lions erfolrgreich nach Trainerentlassung

          Die Entlassung Brunners als Coach, der seit Februar 2000 bei der DEG hinter der Bande stand, wwar die zweite in der noch jungen Saison. Bei den Frankfurt Lions hatte sich der Trainerwechsel am Mittwoch ausgezahlt. Am Montag feuerten die Hessen Trainer MacDonald, machten dessen Assistenten Doug Bradley zum Interims-Chef und feierten zwei Tage später mit 2:0 gegen Titelverteidiger Adler Mannheim den zweiten Saisonsieg.

          „Bradley hat seine Chance beim Zopfe gepackt“, meinte Lions-Besitzer Gerd Schröder nach der beeindruckenden Vorstellung des Tabellenletzten: „Seine Änderungen haben Wunder bewirkt. Die Mannschaft hat sich ganz anders präsentiert als zuvor.“ Der Interimstrainer, erst vor gut einer Woche als „Co“ verpflichtet, komt allerdings als Chef-Coach längerfristig nicht in Frage.

          Kühnhackl bringt sich in Gespräch

          Den Job bei den Lions im Auge hat offenbar auch Ex-Nationalspieler Erich Kühnhackl. Der Rekordtorschütze in der Bundesliga und der Nationalmannschaft erklärte als Augenzeuge der Partie: „Wenn ich angesprochen werde, höre ich es mir an.“ Der 50-Jährige ist derzeit Trainer des Oberligisten Erding Jets.

          In Kassel stellt sich die Trainerfrage nicht. Hans Zach sitzt auch nach der vierten Heimniederlage der Huskies, die acht der bisher elf Spiele verloren, fest im Sattel. Beim 1:2 gegen die Capitals sprach die Schussbilanz von 46:13 klar für die „Schlittenhunde“, aber sie scheiterten an Berlins überragendem Torwart Andrej Mezin und einmal mehr an ihrer Abschlussschwäche. „Da müssen wir durch und die Spieler müssen lernen, vor dem gegnerischen Tor kaltschnäuziger zu sein“, so Zach.

          Revier Löwen stellen Ultimatum

          Für Dauergesprächstoff sorgt in Oberhausen das Gerangel zwischen den Revier Löwen und der „Arena“. Am Donnerstag stellte der Club den Hallenbetreibern ein Ultimatum. Bis 31. Oktober will der Tabellen- Siebte den Mietvertrag für 2002/2003 vorliegen haben. Die laufende Vereinbarung läuft am Saisonende aus. „Wenn wir keine geeignete Heimspielstätte haben, hören wir zum Saisonende in Oberhausen auf“, sagte Günter Engel, Hauptgesellschafter der Revier Löwen.

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