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Eigentor : DFL lässt keine Fans auf die Ersatzbank

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Union Berlin hatte einen Platz auf seiner Trainerbank ausgelobt, den sich ein Frankfurt-Fan ersteigerte. Die DFL ist dagegen.

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          Eintracht Frankfurts Edelfan Manfred Adelmann darf sich doch nicht auf die Ersatzbank von Ligakonkurrent 1. FC Union setzen. „Das gibt die Spielordnung nicht her“, sagte Tom Bender, der Sprecher der Deutschen Fußball-Liga (DFL), am Dienstag.

          Bender verwies auf Paragraf 3, Absatz 3 der Spielordnung. Darin heißt es, dass auf der Ersatzbank nur das technische und medizinische Personal sowie alle Auswechselspieler Platz nehmen dürfen. Insgesamt dürfen sich dort höchstens 15 Personen aufhalten. Selbst der Zugang zum Innenraum sei bereits streng geregelt, sagte Bender.

          Adelmann hatte schon Halbzeitpläne

          Union hatte im Internet den Platz für das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am 15. November versteigert, dabei aber vor allem an die eigenen Anhänger gedacht. Dank einer geheimen Sammelaktion der Frankfurter Fans hatte jedoch der 45-jährige Manfred Adelmann für exakt 2096,59 Euro den Zuschlag erhalten.

          „Geil. So nah war ich meiner Eintracht noch nie“, bejubelte Adelmann seinen Coup. „Meine Freunde haben mir gesagt, ich soll die anderen ein bisschen durcheinander bringen“, sagte der 45 Jahre alte Lagerarbeiter der „Frankfurter Rundschau“. Auf seiner eigenen Homepage www.bertiadelmann.de kündigte er bereits an, bei dieser Gelegenheit seinen mit Eintracht-Tätowierungen bestückten Oberkörper zur Schau stellen zu wollen. Auch Planungen für die Halbzeit hatte Adelmann schon angestellt: „Ich habe herausgefunden, wie ich in den VIP-Raum komme. Da werde ich auf alle Fälle ein, zwei Bierchen zischen.“

          DFL war zunächst einverstanden

          Der 1. FC Union hatte den unerwarteten Ausgang der Auktion zunächst mit Humor getragen. „Das hat doch Charme. Das ist Union“, war die erste Reaktion von Präsident Heiner Bertram. Der Berliner Verein hatte zu dem Fan bereits Kontakt aufgenommen, wollte ihn gebührend empfangen und mit Adelmann vor der Partie detailliert die „Spielregeln“ durchgehen.

          Doch die DFL ließ den Plan platzen, obwohl Bender zunächst noch gesagt hatte: „Aus unserer Sicht ist nicht genau festgelegt, wer auf der Ersatzbank platznehmen darf.“ Danach hatte er sich offenbar intensiver mit dem Regelwerk beschäftigt.

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