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Schiedsrichter-Beleidigung : Sperre für Buffon im Ruhestand

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Tatort Bernabeu: Rot in der Nachspielzeit für Buffon Bild: dpa

Noch ist unklar, ob Gianluigi Buffon seine Karriere tatsächlich fortführt. In der Champions League müsste der 40-Jährige aber erst mal zuschauen. Grund ist sein Ausraster in der Nachspielzeit.

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          Sollte die italienische Torwart-Ikone Gianluigi Buffon seine Karriere tatsächlich beim französischen Fußballmeister Paris St. Germain fortsetzen, wäre der 40-Jährige in den ersten drei Partien der Champions League gesperrt. Die Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union (Uefa) hat den langjährigen Keeper des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin für diesen Zeitraum gesperrt.

          Grund für die Strafe ist sein Platzverweis im Viertelfinal-Rückspiel mit Turin beim späteren Sieger Real Madrid. Buffon hatte in der Nachspielzeit der Partie am 11. April die Rote Karte gesehen, nachdem er heftig gegen einen Elfmeterpfiff des englischen Schiedsrichter Michael Oliver protestiert hatte. Später attackierte er den Referee zudem mit harten Worten: Oliver habe „anstelle des Herzens einen Mülleimer“. Real-Superstar Cristiano Ronaldo traf per Elfmeter zum 1:3-Endstand und sorgte damit für das Aus von Juve, das nach einer 0:3-Hinspielniederlage zuvor eine beeindruckende Aufholjagd hingelegt hatte. Buffon wird nach 17 Jahren im Tor von Juve den italienischen Rekordmeister verlassen. Offen ist, ob der Abschied auch das Karriereende bedeutet oder ob Buffon zu einem anderen Klub wechselt.

          Strafen gegen Moskau, Bilbao und Rom

          Zudem verhängte die Uefa Strafen gegen die AS Rom, Athletic Bilbao und Spartak Moskau wegen des Fehlverhaltens ihrer Fans während der vergangenen Europacup-Saison.

          Die Römer müssen 50.000 Euro zahlen. Zudem wurde ein Ausschluss der Anhänger für eine Europacup-Auswärtspartie und ein weiteres Auswärtsspiel auf Bewährung verhängt. Bilbao muss 40.000 Euro zahlen. Zudem wurden die Spanier mit einem Teilausschluss der Zuschauer im kommenden Europacup-Heimspiel bestraft. Die Strafe für Moskau beläuft sich auf 55.000 Euro. Dazu dürfen bei den beiden kommenden Europacup-Auswärtsspielen keine Spartak-Fans im Stadion sein. Für ein drittes Spiel gilt diese Strafe auf Bewährung.

          Bei schweren Krawallen russischer Hooligans vor der Europa-League-Partie zwischen Bilbao und Moskau war im Februar ein Polizist ums Leben gekommen. Es gab jedoch keine direkte Verbindung zu den Ausschreitungen. Der Polizist hatte bei dem Einsatz einen Herzinfarkt erlitten und war kurze Zeit später gestorben.

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