https://www.faz.net/-gtl-35j1

Dossier : Die ausgefallensten Hütten von den Dolomiten bis ins Engadin

  • -Aktualisiert am

Draussen schmeckt`s am besten! Bild: SRT/Archivbild

Hinter der Fassade einer kleinen Schneebar oder eines wuchtigen Bergasthauses verbirgt sich oft mehr als man erwartet. Ein zweiter Blick lohnt sich.

          1 Min.

          Der Blick an sich ist schon eine Pause wert. Das "El Paradiso" liegt auf einem Sonnenplateau hoch über Suvretta und St. Moritz. Gänzlich über den Dingen steht man, wenn man auf einem der knallroten Aussichtstürme des Restaurants steigt und von dort in aller Ruhe die Aussicht auf die verschneiten Bergriesen genießt.

          Eine Etage tiefer - auf der Sonnenterrasse oder im Restaurant mit den weißen Hirschköpfen an der Wand - kommt zum optischen noch der kulinarische Genuss. Mancher bleibt nach dem Abendessen noch etwas länger, wenn Freitag-Nacht das "Paradies" zur Party-Zone wird.

          Strudel oder Schnaps?

          Man muss nicht unbedingt Schnapstrinker sein, um von diesem Anblick zu schwärmen. Flasche reiht sich an Flasche auf der kleinen Schneebar hoch über den türkis funkelnden Alleghe-See im Civetta-Gebiet bei Cortina d'Ampezzo. Riesig ist die Farbpalette, geheimnisvoll der Inhalt. Himbeeren, Nüsse, Marillen, Maronen oder einfach nur Birnen geben dem Grappa auf dem Monte Fernazza die besondere Note. Dabei muss die Einkehr nicht feucht-fröhlich sein. Auf den kleinen Schemelchen an der sonnigen Hüttenwand schmecken auch die gegrillten Würstel und fruchtigen Strudel ausgezeichnet, wegen derer man in erster Linie hier herauf kommt. Und wer sich nicht beherrschen kann, der kann ja doch noch mit einem Mirtillo (Grappa mit Heidelbeeren) nachspülen.

          Eine frische Meeresbrise in 2000 Meter Höhe

          Man traut seinen Augen nicht: War man nicht gerade noch auf der Skipiste? Wer das "Rifugio Emilio Comici" betritt, der kommt in eine andere Welt. Das nach außen hin wuchtige Berggasthaus erinnert innen an ein Restaurant am Meer. An der Wand hängen Bilder vom Fischfang an der Adria. In die Nase steigt der Duft gegrillter Meeresfrüchte. Weil der Wirt gleichzeitig einen Campingplatz bei Grado besitzt, bringt er mehrmals in der Woche frischen Fisch mit in die Berge. Das wissen die Feinschmecker und sind froh, wenn sie einen Platz ergattern und sich beim Essen in die frische Bergluft ein Hauch von Meeresbrise mischt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.