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Dortmund - München 1:2 : Bayern mühen sich zum Rekord

  • Aktualisiert am

Hinreißend: Bayerns Lizarazu bringt Odonkor aus dem Gleichgewicht Bild: REUTERS

Der „Herbstmeister“ hat das Bundesliga-Jahr standesgemäß beendet. Der Titelverteidiger und Tabellenführer feierte einen mühevollen Erfolg gegen das letzte Aufgebot der Borussia.

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          Nach einer famosen Hinserie mit Happy End darf sich der FC Bayern München auf ein beschauliches Weihnachtsfest freuen. Im letzten Spiel vor der Winterpause setzte sich der Herbstmeister der Fußball-Bundesliga, der in 17 Spielen nur einmal unterlag, 2:1 bei Borussia Dortmund durch.

          Vor 81.000 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion besiegelten Ali Karimi (52. Minute) und Claudio Pizarro (73.) am Samstag die dritte Schlappe des einstigen Hauptrivalen in Serie.
          Die stark ersatzgeschwächte und verjüngte Borussia war über weite Strecken zwar mindestens gleichwertig, kam durch Florian Kringe (79.) aber lediglich zum Anschlußtreffer. Eine Minute vor dem Schlußpfiff sah der kurz zuvor eingewechselte BVB-Profi Kosi Saka nach einer sogenannten „Notbremse“ gegen Roy Makaay die Rote Karte.

          Bert van Marwijk dennoch stolz

          Überglücklich zog der Münchner Coach Felix Magath nach dem insgesamt glücklichen Sieg Bilanz: „Wir haben die Spieler, die in der Lage sind, aus wenig viel heraus zu holen. Aber wir müssen lernen, uns nicht nur auf die Qualität zu verlassen, sondern etwas für das Spiel zu tun.“ Trotz der Niederlage hielt sich der Frust bei seinem Gegenüber Bert van Marwijk in Grenzen: „Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft. Man bekommt jedoch leider nicht immer das, was man verdient.“

          Ohne die gesperrten Kreativkräfte Michael Ballack und Sebastian Deisler taten sich die Bayern im Spielaufbau ungewohnt schwer. Zwar erarbeiteten sie sich die erste Torchance des Spiels, als Makaay mit einem Schuß aus 16 Metern an BVB-Keeper Roman Weidenfeller scheiterte, mußten sich aber der ansehnlichen Gegenwehr einer erstaunlich forschen Borussia erwehren. Bei zwei Fernschüssen von David Odonkor (12.) und Kringe (21.) sowie einem Kopfball von Delron Buckley (22.) vereitelte Nationaltorhüter Oliver Kahn die mögliche Führung des BVB, der auf acht Profis verzichten mußte.

          Nach dem Wiederanpfiff wendete sich das Blatt

          Und doch war der Titelverteidiger der Führung näher: Nach schönem Doppelpaß von Lucio mit Claudio Pizarro tauchte der brasilianische Innenverteidiger frei vor BVB-Keeper Weidenfeller auf, schoß den Ball aus sieben Metern jedoch am Tor vorbei. Viel mehr hatte der Tabellenführer nicht zu bieten. Nur mit viel Glück überstand er die erste Halbzeit schadlos. Bei einem Kopfball des Bundesliga-Debütanten Uwe Hünemeier (42.) klärte der statt Bastian Schweinsteiger ins Team gerückte Owen Hargreaves auf der Linie.

          Drei Minuten später traf BVB-Abwehrspieler Kringe mit einem Drehschuß aus zehn Metern nur den Pfosten. „Wir waren das bessere Team mit den besseren Chancen. Unsere junge Mannschaft hat heute nichts zu verlieren - das ist unser Vorteil“, sagte der gesperrte BVB-Spielmacher Tomas Rosicky über die ersten 45 Minuten.

          Der Optimismus des Tschechen war schnell verflogen. Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff wendete sich das Blatt. Das 0:1 durch Ballack-Ersatz Karimi traf die Borussen mitten ins Herz. Der zuletzt wenig überzeugende iranische Nationalspieler schloß ein schönes Solo mit seinem zweiten Saisontreffer ab und rechtfertigte damit das Vertrauen von Magath. Inspiriert durch die glückliche Führung spielten die Bayern ihre ganze Routine aus. Nach dem siebten Saisontreffer von Pizarro aus kurzer Distanz schien die Gegenwehr der Dortmunder endgültig gebrochen. Doch nach dem Kopfballtor von Kringe wurde es noch einmal spannend.

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