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Dortmund - Bremen 0:1 : Geglückte Generalprobe

  • Aktualisiert am

Mit Hand und Fuß: Rosicky (l.) und Baumann beim Paarlauf Bild: AP

Werder hat sich mit einem knappen Sieg in Dortmund auf das Champions-League-Spiel gegen Juventus eingestimmt, in der Defensive jedoch Schwächen offenbart.

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          Werder Bremen hat sich mit einem Sieg in der Fußball-Bundesliga auf das Champions-League-Achtelfinale gegen Juventus Turin eingestimmt, in der Defensive jedoch bedenkliche Schwächen gezeigt. Das Team von Trainer Thomas Schaaf bezwang am Samstag Borussia Dortmund mit 1:0 (1:0) und zeigte nach der 0:2- Heimpleite gegen Kaiserslautern eine Trotzreaktion.

          Die Norddeutschen kehrten zumindest für 24 Stunden auf den zweiten Tabellenplatz zurück und haben nun neun Punkte Rückstand auf Bayern München. Vor 75.200 Zuschauern im Dortmunder Signal Iduna Park sorgte Ivan Klasnic in der 37. Minute für den Siegtreffer. Die Borussia mußte durch die erste Rückrundenniederlage einen Dämpfer im Rennen um den fünften Tabellenplatz hinnehmen.

          „Ich kann die Bälle nicht selbst reinhauen“

          „Wir hätten das Spiel gewinnen müssen, wenn man sieht, daß wir sieben, acht gute Chancen hatten. Ich kann aber die Bälle nicht selbst reinhauen“, sagte BVB-Coach Bert van Marwijk. Sein Kollege Schaaf war nach Spielende mit der Leistung seines Teams zufrieden: „Das was letzte Woche gefehlt hat, hat die Mannschaft heute gezeigt. Sie war engagiert und hatte die richtige Aggressivität.“

          In den ersten 20 Minuten einer hochklassigen ersten Halbzeit deuteten die Bremer an, wie am Mittwoch gegen den italienischen Rekordmeister zu spielen ist. Mit ansehnlichen Kombinationen, ständigen Positionswechseln im Angriff und einem dominanten Mittelfeld um die beiden Nationalspieler Torsten Frings und Tim Borowski schnürten sie den BVB in der eigenen Spielhälfte ein. Folgerichtig kamen die Norddeutschen fast im Minutentakt zu Torchancen.

          Dortmunder stellen Spielverlauf fast auf Kopf

          Die beste Gelegenheit vergab Nelson Valdez (9.), dessen Heber nach einem Stockfehler von Markus Brzenska knapp über das Gehäuse von BVB-Keeper Roman Weidenfeller strich. Und doch hätten Salvatore Gambino (25.) und David Odonkor (28.) den Spielverlauf fast auf den Kopf gestellt.

          Nach zwei mißglückten Abseitsstellungen der unsicheren Bremer Abwehr liefen die beiden Dortmunder Außenstürmer allein auf Werder-Schlußmann Tim Wiese zu, scheiterten aber aus kürzester Distanz. „Wir sind oft ins Abseits gelaufen, und wenn wir durch waren, hat der letzte Paß oder der genaue Abschluß gefehlt“, meinte Dortmunds Verteidiger Christian Wörns.

          Hohes Niveau auch nach der Pause

          Auch der für den zuletzt formschwachen Nuri Sahin aufgebotene Florian Kringe traf mit einem Linksschuß nur den Pfosten. Auf der Gegenseite machte es Klasnic nach schöner Vorarbeit des für Petri Pasanen in die Startelf gerückten Patrick Owomoyela besser. Mit einem plazierten Schuß aus 15 Metern traf der Angreifer mit seinem 10. Saisontor zur Führung.

          Auch nach der Pause blieb die Begegnung auf hohem Niveau, allerdings waren es jetzt in erster Linie die Dortmunder, die das Spiel bestimmten. Nach Vorarbeit des starken Odonkor sorgte Ebi Smolarek (63.) für den zweiten Pfostentreffer der Borussen, ehe im direkten Gegenzug Valdez in Weidenfeller seinen Meister fand. Mit Glück und Geschick rettete Bremen den Sieg über die Zeit.

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