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Dortmund - Bielefeld 2:0 : BVB siegt: Angst hatte nur der Gegner

  • Aktualisiert am

Die Entscheidung: Smolarek schießt das 2:0 Bild: AP

Der BVB kann sich auf seine Stürmer verlassen. Jan Koller und Ebi Smolarek sicherten den Dortmundern im „kleinen“ Westfalenderby den Sieg gegen ängstliche Bielefelder. Die Arminen spielten in der ersten Halbzeit ohne Stürmer.

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          Borussia Dortmund hat durch einen Heimsieg gegen Angstgegner Arminia Bielefeld den Anschluß an das obere Tabellendrittel der Fußball-Bundesliga gefunden. Die Borussen gewannen das Westfalenderby mit 2:0 (1:0) und feierten damit den ersten Erfolg vor eigenem Publikum gegen die Arminia seit 1997. Die Bielefelder, die zum ersten Mal nach drei Spielen wieder verloren und nun bereits seit zwölf Auswärtsspielen auf einen Sieg warten, stehen nun im Heimspiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach unter gehörigem Druck.

          Vor 62.100 Zuschauern im Westfalenstadion erzielte der Tscheche Jan Koller mit seinem zweiten Saisontreffer in der 26. Minute die Führung für die Gastgeber. Für die Entscheidung sorgte Ebi Smolarek mit seinem fünften Tor der Spielzeit in der 83. Minute.

          Arminia mit zuviel Respekt

          Dortmunds Trainer Bert van Marwijk machte aus seiner Freude über den Erfolg kein Hehl. „Ich bin sehr zufrieden. Einziger negativer Punkt war, daß wir zu wenige Chancen genutzt haben.“ Sein Bielefelder Kollege Thomas von Heesen monierte besonders den verschüchterten Auftritt seines Teams: „Wir wollten ohne Respekt spielen, das hat leider überhaupt nicht geklappt.“

          Metzelder und Dede nehmen Bielefelds Porcello „in die Mangel”

          Der frühere Profi hatte Bielefelds Mannschaft überraschend ohne gelernten Stürmer aufs Feld geschickt. Da Fatmir Vata verletzt ausfiel und sich Isaac Boakye durch taktische Fehler im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (0:0) den Unmut des Coaches zugezogen hatte, agierte zunächst der etatmäßige Mittelfeldspieler Massimilian Porcello alleine an vorderster Front.

          Die Gäste blieben im ersten Durchgang entsprechend harmlos, und Dortmund hatte die Partie zunächst fest im Griff. Schon vor dem Führungstreffer hätte Koller den BVB zweimal in Führung bringen können. Bereits in der siebten Minute traf der Tscheche, der Dortmund am Saisonende verlassen wird, mit einem Kopfball nach einer Flanke von Lars Ricken die Latte. 16 Minuten später war er nach einem Fehler von Arminia-Innenverteidiger Heiko Westermann zu überrascht und verstolperte den Ball.

          Ricken sauer über Auswechslung

          Da die Bielefelder in der gesamten ersten Halbzeit ohne Torschuß blieben, reagierte von Heesen in der Pause und brachte den Tschechen David Kobylik. Der Neuzugang ging auf die rechte Offensivseite, und der Südafrikaner Sibusiso Zuma spielte von nun an als zweiter gelernter Mittelfeldspieler neben Porcello im Sturm.

          Prompt kam die Arminia innerhalb von nur drei Minuten zu ihren ersten guten Chancen. Zunächst scheiterte Zuma völlig freistehend an BVB-Schlußmann Roman Weidenfeller (51.), dann köpfte Michael Fink nach einer Flanke des Südafrikaners nur knapp am Tor vorbei. In der Folge befreite sich der BVB aus dieser kurzen Drangphase der Gäste und hatte durch David Odonkor die große Chance zur vorzeitigen Entscheidung (63.).

          Neben dem Torschützen Koller überzeugte beim BVB vor allem Ricken, der nach seiner Auswechslung in der 58. Minute wütend in der Kabine verschwand. Bei Bielefeld hinterließen Ex-Nationalspieler Tobias Rau sowie Torwart und Kapitän Mathias Hain noch den stärksten Eindruck.

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