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Dopingverdacht im Biathlon : Zwei Olympiasieger unter den Beschuldigten

  • Aktualisiert am

Jewgeni Ustjugow bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi. Bild: Picture-Alliance

Jewgeni Ustjugow und Svetlana Slepzowa gehören offenbar zu den russischen Biathleten, die vom Weltverband des Verstoßes gegen Anti-Doping-Regeln beschuldigt werden.

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          Die Olympiasieger Jewgeni Ustjugow und Svetlana Slepzowa gehören zu den vier russischen Biathleten, die vom Weltverband IBU des Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln beschuldigt werden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Tass am Freitag unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Außerdem wurden die früheren Junioren-Weltmeister Alexander Petschonkin und Alexander Tschernyschow genannt. Russlands Vorzeige-Skijäger Anton Schipulin stehe laut Medienberichten nicht auf der Liste.

          Die Namen der betroffenen Athleten wurden von der IBU nicht veröffentlicht, auch über mögliche Strafen ist noch nichts bekannt. Die Russen bekamen am Donnerstag 14 Tage Zeit, um auf die offizielle Benachrichtigung zu reagieren. Wenn der Verstoß gegen die Regularien nicht als solcher akzeptiert wird, soll der Fall vom Anti-Doping-Gremium der IBU behandelt werden. Die IBU will sich bis zum Ende der Benachrichtigungszeit nicht weiter zu dem Fall äußern.

          „Es ist noch zu früh, von Regelverstößen zu sprechen“, sagte Sportminister Pawel Kolobkow. Der russische Biathlonverband habe die Dokumente von der IBU gerade erst erhalten und prüfe sie. Der viermalige Goldmedaillengewinner Alexander Tichonow sagte, er habe damit gerechnet, dass vor dem kommenden Kongress des Weltverbandes IBU negative Berichte über russische Biathleten verbreitet werden.

          Ustjugow hatte 2010 in Vancouver Gold im Massenstart gewonnen und 2014 in Sotschi mit der Staffel. Er hat seine Karriere beendet. Auch Slepzowa, Staffelsiegerin in Vancouver 2010, ist nicht mehr aktiv. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnte die deutsche Männerstaffel profitieren. Sie war vor vier Jahren Zweiter hinter Russland geworden und könnte bei einer Verurteilung Ustjugows womöglich noch nachträglich Gold bekommen.

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