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Cas verlängert Sperre : Olympia-Aus für Ski-Langläuferin Johaug

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Bittere Nachricht für Therese Johaug: Olympia wird ohne sie stattfinden Bild: dpa

Eine Lippencreme gegen Sonnenbrand kostet Therese Johaug die Olympia-Teilnahme. Norwegens Langlauf-Star bricht in Tränen aus, doch der Internationale Sportgerichtshof bleibt hart und verlängert die Sperre.

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          Die olympischen Langlauf-Wettbewerbe in Pyeongchang finden ohne das norwegische Glamour-Girl Therese Johaug statt. Die 29-Jährige brach in Tränen aus, nachdem der Internationale Sportgerichtshof Cas am Dienstag in Lausanne die ursprünglich vom norwegischen Nationalen Olympischen Komitee ausgesprochene Doping-Sperre von 13 auf 18 Monate verlängert hatte. Der Skiweltverband Fis war gegen die seit dem 18. Oktober 2016 laufende 13-Monate-Sperre vor den Cas gezogen.

          „Ich bin geschockt und am Boden zerstört. Ich hatte den Traum, an den Olympischen Spielen teilzunehmen und habe dafür viel trainiert. Ich kann die Strafe nicht verstehen und halte sie für unfair“, sagte Johaug auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz. Skiverbands-Chef Erik Røste urteilte ähnlich: „Ich denke, der Fehler, den sie gemacht hat, und die Konsequenzen stehen in keinem Verhältnis zueinander. Wenn das Urteil feststellt, dass sie nicht bewusst betrogen hat, denke ich, dass es sehr streng ist, Therese mit einer Sperre von zwei Saisons zu bestrafen.“ Røste betonte, dass eine Strafe streng, aber nicht ungerecht ausfallen müsse.

          Glamourgirl Therese Johaug: „Ich kann die Strafe nicht verstehen und halte sie für unfair“
          Glamourgirl Therese Johaug: „Ich kann die Strafe nicht verstehen und halte sie für unfair“ : Bild: AFP

          Die Staffel-Olympiasiegerin von Vancouver und siebenmalige Weltmeisterin hatte während eines Trainingslagers im September 2016 in Italien vom ehemaligen Mannschaftsarzt Fredrik Bendiksen eine Lippencreme bekommen, deren Inhaltsstoff Klostebol auf der Dopingliste steht. Die Creme führte zu einer positiven Probe. Sowohl das norwegische NOK als auch der Cas vertraten zwar die Auffassung, Johaug habe nicht vorsätzlich gegen die Dopingregeln verstoßen. Dennoch müsse man ihr vorwerfen, das Medikament nicht vorher geprüft zu haben. Ein Doping-Warnhinweis hätte sogar auf der Verpackung der Salbe Trofodermin gestanden, die für rund zehn Euro in Apotheken erhältlich ist. Der Arzt hatte sich für den Fehler verantwortlich erklärt und war zurückgetreten.

          Der Cas stellte klar, dass er im Sinne der Gleichheit bei Dopingvergehen handeln musste, auch wenn Johaug in ihrer Karriere eine weiße Doping-Weste vorweisen könne. Der Welt-Anti-Doping-Code von 2015 sehe eine Sperre zwischen zwölf und 24 Monaten vor. In Johaugs Fall seien 18 Monate angemessen. Trotz der Sperre will Johaug, der nun Werbeeinnahmen in Millionenhöhe verloren gehen, weitermachen. „Ich habe gesagt, dass ich nicht aufgeben werde, und das meine ich immer noch. Aber ich weiß nicht, wo ich in Zukunft die Motivation herbekommen soll. Ich werde wieder versuchen, oben auf dem Podium zu stehen“, sagte sie am Dienstag. Ab der Saison 2018/2019 mit den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Seefeld als Höhepunkt hat sie dazu wieder Gelegenheit.

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