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Doping : Rogge bringt New Yorker Olympiaverzicht ins Spiel

  • Aktualisiert am

Droht den Amerikanern: Jacques Rogge Bild: dpa

Entweder die Vereinigten Staaten beteiligen sich entschlossen am Kampf gegen Doping, oder New York soll auf seine Kandidatur für die Olympischen Spiele 2012 verzichten - das forderte IOC-Präsident Rogge.

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          Jacques Rogge, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), hat die Vereinigten Staaten aufgefordert, ihre Pflicht im Anti-Doping-Kampf zu erfüllen oder auf die New Yorker Kandidatur für die Olympischen Spiele 2012 zu verzichten.

          „Wenn sie für die Spiele kandidieren wollen, müssen sie die Vereinbarungen einhalten“, sagte Rogge in Sydney, wo er am Donnerstag die Rugby-Weltmeisterschaft besuchte. Damit unterstützt das IOC die Forderung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), die den bisher ausgebliebenen Beitrag der Amerikaner zum WADA-Budget 2003 anmahnte. Das Geld hätte bereits Anfang des Jahres überwiesen werden sollen, wurde bislang aber vom amerikanischen Kongreß zurückgehalten.

          Zudem will die amerikanische Regierung nach Angaben von WADA-Chef Richard Pound statt der vereinbarten eine Million Dollar nur 800.000 Dollar zahlen. Insgesamt haben die Regierungen, die sich zur Unterstützung der WADA verpflichteten, bislang nur 13 von zugesagten 20 Millionen Dollar überwiesen. Rogge betonte jedoch, daß er zur Zeit keine Sanktionen gegen die Vereinigten Staaten will, zumal die Vergabe der Olympischen Spiele für 2012 erst 2005 erfolgen wird. „Wir sind noch weit entfernt davon, eine diesbezügliche Entscheidung treffen zu müssen. Und ich hoffe, daß die USA bis dahin gezahlt haben werden“, sagte Rogge.

          Für das IOC könnte eine Eskalation des Streits um den WADA-Betrag schwerwiegende finanzielle Folgen haben. Denn der im Sommer zwischen dem IOC und dem amerikanischen Fernsehsender NBC abgeschlossene Vertrag über die TV-Rechte für die Sommerspiele 2012 sieht eine beträchtliche Reduzierung der Lizenzgebühr im Falle der Nichtteilnahme eines amerikanischen Teams vor. Die NBC zahlt für die Olympischen Winterspiele 2010 (820 Millionen) und Olympia 2012 (1,181 Milliarden) insgesamt 2,001 Milliarden Dollar an das IOC.

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