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Doping : Olympiasiegerin Koroltschik nahm Kälbermastmittel

  • Aktualisiert am

In Sydney siegte Janina Koroltschik, Astrid Kumbernuss wurde Dritte Bild: dpa

Wegen Dopings mit dem Kälbermastmittel Clenbuterol ist Kugelstoß-Olympiasiegerin Janina Koroltschik aus Weißrußland für zwei Jahre gesperrt worden. Die positive Urinprobe war beim DLV-Meeting in Dortmund genommen worden.

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          Weißrußlands Kugelstoß-Olympiasiegerin Janina Koroltschik ist wegen Dopings mit dem Kälbermastmittel Clenbuterol für zwei Jahre gesperrt worden. Das gab der weißrussische
          Verbands-Offizielle Boris Krischtanowitsch am Dienstag bekannt.

          Der positive Urintest war beim DLV-Meeting in Dortmund am 15. Juni genommen worden, wo die 27jährige mit schwachen 18,24 m nur den vierten Platz belegt hatte. Danach tauchte sie ab und nahm auch an den Weltmeisterschaften in Paris nicht teil.

          „So macht das keinen Spaß“

          Keine große Verwunderung löste die Nachricht bei der deutschen Konkurrenz aus. Die Leistungsentwicklung Koroltschiks hatte Dieter Kollark, Trainer von Atlanta-Olympiasiegerin Astrid Kumbernuss, seit Jahren mit Skepsis verfolgt. „Ich konnte mir ohnehin nicht vorstellen, daß sie einmal so weit stößt“, meinte Kollark. Die Weißrussin hatte sich bei ihrem Olympiasieg 2000 in Sydney auf 20,56 m gesteigert und im Jahr danach mit 20,61 m ihre persönliche Bestweite erzielt.

          „Fast alle Weltklasseathletinnen aus der früheren Sowjetunion sind in ihrer Karriere einmal positiv gewesen. So macht das keinen Spaß“, sagte Kollark. Eine Ausnahme bildet bislang Rußlands aktuelle Weltmeisterin Swetlana Kriweljowa, die 1992 in Barcelona auch schon Olympia-Gold gewann.

          Astrid Kumbernuss, die zwischen 1995 und 1999 dreimal in Folge WM-Gold holte, nahm Kollark ausdrücklich in Schutz: „Astrid war auch Weltmeisterin, aber sie hatte 30 Wettkämpfe pro Saison und ist auch sehr oft kontrolliert worden. Die meisten Kugelstoßerinnen aus
          Osteuropa tauchen aber nur ab und zu bei Wettkämpfen auf.“ Den vom Weltverband IAAF verlangten Athleten-Paß empfinde er als Farce.

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