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Doping : Mühlegg will Goldmedaille erklagen

  • Aktualisiert am

Nummer drei will Mühlegg vor Gericht zurückgewinnen Bild: dpa

Das norwegische NOK will dagegen erreichen, dass der Wahlspanier alle drei in Salt Lake gewonnenen Medaillen abgeben muss.

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          Ski-Langläufer Johann Mühlegg will beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) die Rückgabe der vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bei den Winterspielen aberkannten Goldmedaille über 50 km einklagen.

          Dies bestätigte der CAS am Montag in Lausanne. Der für Spanien startende Allgäuer war in Salt Lake City nach seinem Olympiasieg über 50 km des Blutdopings überführt worden. Ihm wurde Gold aberkannt, die beiden über 30 km und im Verfolgsrennen gewonnenen Goldmedaillen durfte Mühlegg behalten.

          Norwegen hofft auf Gold

          Das Nationale Olympische Komitee (NOK) Norwegens will dagegen vor dem CAS zusätzlich die Streichung der des Dopings überführten Langläufer Mühlegg, Larissa Lazutina und Olga Danilowa (beide Russland) aus allen Ergebnislisten durchsetzen.

          Ganz ohne Hintergedanken ist der norwegische Vorstoß natürlich nicht. Würde Mühlegg die Goldmedaille aberkannt, würden die beiden Norweger Thomas Alsgaard und Frode Estil gemeinsam auf den Gold-Platz vorziehen. Würde dem Antrag entsprochen, wäre Norwegen mit 13 Mal Gold nachträglich vor Deutschland (12) Sieger der Nationenwertung bei den Winterspielen.

          Russinnen klagen ebenfalls

          Der Petition haben sich mit dem viermaligen Olympiasieger Ole Einar Björndalen, den Langläufern Thomas Alsgaard, Frode Estil und Kristen Skjeldal sowie den Langläuferinnen Bente Skari und Anita Moen prominente Sportler des Landes angeschlossen. Die Norweger fordern das IOC-Exekutivkomitee auf, die Dopingsünder aus den Ergebnislisten aller Entscheidungen zu streichen und die Medaillen den nachplatzierten Athleten zuzusprechen.

          Wie der CAS am Montag mitteilte, haben auch das NOK von Kanada und die kanadische Athletin Beckie Scott die Streichung der beiden Russinnen aus den Ergebnislisten gefordert.

          Die Russinnen Lazutina und Danilowa wurden nach dem Rennen über 30 km positiv getestet. Lazutina wurde daraufhin die Goldmedaille aberkannt, die in dem Wettbewerb achtplatzierte Danilowa aus der Ergebnisliste gestrichen. Lazutina hatte in Salt Lake City zudem Silber in der Verfolgung und im Massenstartrennen über 15 km errungen, Danilowa holte Gold im Verfolgungsrennen und Silber im 10 km-Langlauf. Die beiden Russinnen klagen ebenfalls vor dem CAS gegen ihre Disqualifikationen.

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