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Doping : Marion Jones fordert öffentliche Anhörung

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In Erklärungsnot: Marion Jones Bild: AP

Die fünffache Olympia-Medaillengewinnerin von Sydney 2000 hat auf einer Pressekonferenz in San Francisco eine öffentliche Anhörung durch die Anti-Doping-Behörde der Vereinigten Staaten gefordert.

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          Leichtathletik-Olympiasiegerin Marion Jones tritt im Skandal um die Designerdroge THG die Flucht nach vorn an.

          Die fünffache Medaillengewinnerin von Sydney 2000 forderte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in San Francisco eine öffentliche Anhörung durch die Anti-Doping-Behörde USADA: „Ich habe bereits in zwei Vorladungen sämtliche Fragen beantwortet. Ab sofort stehe ich nur noch für Verhöre zur Verfügung, die für jedermann offen sind.“ Jones wies abermals jegliche Einnahme von leistungsfördernden Mitteln zurück. „Ich arbeite ausschließlich mit dem, was mir Gott gegeben hat: Talent, Körper und Wille.“

          Jones geriet in den vergangenen Wochen unter Dopingverdacht, nachdem ihr Name während der Untersuchungen gegen das Dopinglabor Balco aufgetaucht war. Den Vorstoß von Balco-Chef Victor Conte, der am Dienstag in einem öffentlichen Brief an Präsident George W. Bush im Falle einer Amnestie die Offenlegung von Namen versprach, unterstützt sie: „Solange er die Wahrheit spricht, finde ich die Idee gut.“

          Auch Marion Jones wäre zu einem Ausflug aufs politische Parkett bereit. Sollte der amerikanische Senat im Rahmen seiner Dopingdiskussion Fragen an sie haben, stehe sie jederzeit zur Verfügung. „Es ist an der Zeit, mit den öffentlichen Verdächtigungen Schluß zu machen. Die USADA hat Gerüchte in die Welt gesetzt, die unhaltbar sind. Ich bin 160 Mal negativ getestet worden und hätte längst von jedem Vorwurf freigesprochen werden müssen.“

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