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Doping im Schwimmen : 3000 - das ist Fina!

  • -Aktualisiert am

Rolle rückwärts: So genau muss man es mit der Zahl der Kontrollen ja nicht nehmen Bild: Reuters

Unbeugsam wie die Spartaner in der Comic-Verfilmung? So geben sich die Herren vom Weltschwimmverband gerne in Sachen Anti-Doping. Da kann bei der Zahl der Kontrollen in Kasan bei der WM schnell die Phantasie blühen.

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          Cornel Marculescu ist ein fröhlicher Funktionär. Der polyglotte Generalsekretär des Schwimm-Weltverbands Fina vermittelt Gesprächspartnern stets, dass es eine helle Freude sei, mit ihnen zu sprechen. Er nimmt sich Zeit, plaudert, lächelt – ganz im Gegensatz zu seinem Präsidenten Julio Cesar Maglione.

          Der schmächtige Uruguayer mit dem markanten Glatzkopf wirkt ein wenig wie der Pate des Schwimmsports, der sich zwar gerne mit Russlands Präsident Wladimir Putin fotografieren lässt, unbequeme Fragen dafür gerne mal wegstarrt.

          Männer vom Fach: Fina-Präsident Maglione, Geschäftsführer Marculescu (Aufnahme von 2011)
          Männer vom Fach: Fina-Präsident Maglione, Geschäftsführer Marculescu (Aufnahme von 2011) : Bild: Picture-Alliance

          Marculescu dagegen freute sich bei der Pressekonferenz zur Halbzeit der Schwimm-Weltmeisterschaften im russischen Kasan sehr über die übliche Frage nach der Anzahl der geplanten Dopingtest, gab es ihm doch die Gelegenheit, darauf zu verweisen, dass die genommenen Proben nicht nur in das Labor der in Verruf geratenen russischen Anti-Doping-Agentur in Moskau, sondern auch in Labore der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada in Barcelona und London gehen.

          Und die Anzahl der Test? „Bis zu 3000. Davon ein signifikanter Anteil Zahl an Bluttests.“ Ende der Pressekonferenz. Keine Zeit für Nachfragen. Die Finalläufe würden ja gleich beginnen.

          Doch der fröhliche 74-Jährige nimmt sich anschließend noch Zeit, natürlich. 3000 Dopingtests, beeindruckend. das wären im Schnitt mehr als einer für jeden teilnehmenden Athleten. Dabei taucht die Fina doch sonst so häufig ab beim Thema Doping, oder Herr Marculescu? Der frühere Wasserballspieler kam ins Grübeln. „3000? Oder waren es 300?“ Einen Moment bitte, das werde er nun sofort klären für die drei verdutzen Journalisten.

          Auf Französisch werden die Zahlen telefonisch abgefragt. Das Ergebnis: 420 Test für den erst 2011 wieder eingeführten biologische Pass, 450 Urin-, 117 Bluttests, dazu die bei Weltrekorden obligatorischen Epo-Tests. Insgesamt als rund 1000. „Ich war sehr großzügig“, sagt Cornel Moculescu. Er findet das amüsant. Die Fina hat die Zahl 3000 aus dem offiziellen Teil der Pressekonferenz bisher nicht korrigiert.

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