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Doping im Hammerwerfen : Spätes Olympia-Silber für Betty Heidler

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Zu früh gefreut: Tatjana Lyssenko war auch 2012 in London gedopt - die Goldmedaille ist weg Bild: REUTERS

Russlands Hammerwerferin Tatjana Lyssenko war auch bei den Olympischen Spielen 2012 in London gedopt. Sie muss ihre Goldmedaille zurückgeben. Betty Heidler rückt auf den Silber-Rang vor.

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          Russlands ehemalige Weltklasse-Hammerwerferin Tatjana Lyssenko war bei den Olympischen Spielen 2012 in London gedopt und muss ihre Goldmedaille zurückgeben. Die Nachkontrolle ihrer Dopingprobe habe ein positives Resultat auf das anabole Steroid Turinabol ergeben, teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Dienstag in Lausanne mit. Die Entscheidung sei rechtskräftig.

          Zur neuen London-Olympiasiegerin würde damit die damals zweitplatzierte Polin Anita Wlodarczyk aufsteigen, die in diesem Sommer auch in Rio Gold erkämpft hatte. Die Frankfurterin Betty Heidler, die erst kürzlich ihre aktive Karriere beendet hat, wäre dann Olympia-Zweite, die viertplatzierte Chinesin Zhang Wenxiu würde auf den Bronzerang rücken. Das IOC forderte den Leichtathletik- Weltverband IAAF auf, die Ergebnisse des Frauen-Hammerwerfens entsprechend zu korrigieren.

          Bei Nachkontrollen der Spiele 2012 hatte es bei acht russischen Athleten ein positives Testergebnis gegeben; die Namen der Sportler blieben vor den Sommerspielen in Rio de Janeiro aber zunächst unbekannt.

          Lyssenko, die nach ihrer Hochzeit Tatjana Beloborodowa heißt, war schon einmal wegen eines Dopingverstoßes für zwei Jahre (Juli 2007 bis Juli 2009) gesperrt. Die heute 33-Jährige wurde 2011 und 2013 Weltmeisterin. Insgesamt hat das IOC von den Spielen 2008 in Peking und 2012 in London bei Nachkontrollen 98 positive Tests ermittelt.

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