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Doping : Ermittlungen gegen Armstrong-Team

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Unter Verdacht: Lance Armstrong Bild: AP

Nach Richard Virenque ist nun auch der zweifache Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong in das Fadenkreuz der französischen Staatsanwaltschaft geraten. Wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das französische Doping-Gesetz hat die Behörde ein Ermittlungsverfahren gegen das US-Postal-Team von Armstrong eingeleitet.

          Die Pariser Staatsanwaltschaft hat gegen das US- Postal-Team des zweifachen Tour de France-Siegers Lance Armstrong (USA) ein Doping-Ermittlungsverfahren eröffnet. Es werde wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das französische Doping-Gesetz ermittelt, hieß es am Donnerstag aus Justizkreisen.

          Die Staatsanwaltschaft hatte am 18. Oktober eine Untersuchungs-Kommission eingesetzt, nachdem der französische Fernsehsender „France 3“ behauptet hatte, im Besitz von belastendem Material gegen die Mannschaft des Texaners zu sein. Als Reaktion darauf hatte im Vormonat US-Postal-Teamchef Johan Bruyneel (Belgien) mögliche Verstrickungen seiner Mannschaft in Doping-Praktiken dementiert.

          Den Ermittlern seien Behälter übergeben worden, die aus einem US-Postal-Mannschaftswagen der vergangenen Tour stammen sollen. In diesen Behältern sollen Reste von Medikamenten gefunden worden sein, die Rückschlüsse auf Doping zuließen, hieß es in verschiedenen französischen Zeitungen der vergangenen Wochen.

          Der 29-jährige Armstrong hatte 1999 mit seinem Toursieg vor Alex Zülle (Schweiz) ein unglaubliches Comeback gefeiert, nachdem bei ihm zwei Jahre zuvor Hodenkrebs diagnostiziert worden war. In diesem Jahr gewann Armstrong, dem von der Pariser Zeitung „Le Monde“ schon 1999 Doping-Vorwürfe gemacht worden waren, vor Jan Ullrich (Merdingen).

          Der zweifache Tour-Sieger hatte Doping auch unter Hinweis auf seine Krankengeschichte, in der er mehrere Operationen und eine Chemotherapie überstehen musste, immer heftig abgestritten. Der Name Armstrong war auch im Festina-Prozess in Lille gefallen, in dem die Ereignisse der „Skandal-Tour“ von 1998 aufgearbeitet wurden. Dort wurde Richard Virenque zawr vom Vorwurf freigesprochen, verantwortlich für das systematische Doping im Festina-Team zu sein. Seine eigenen Dopingpraktiken, die er bis dahin immer vehement abgestritten hatte, musste Virenque vor Gericht eingestehen.



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