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Doping : DDR-Dopingopfer übergeben Petition an IOC-Präsident Rogge

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Hintergrund sind die Entschädigungsforderungen der früheren Leistungssportler an die Adresse des NOK.

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          Vier Geschädigte des DDR-Dopingsystems haben am Freitagabend in Berlin versucht, eine Petition an IOC-Präsident Jacques Rogge zu übergeben.

          Darin bitten die Doping-Opfer, die als Nebenkläger im Prozess gegen DDR-Sportchef Manfred Ewald aufgetreten waren, den IOC-Präsidenten, sich dafür einzusetzen, dass die in den letzten Wochen aus ihrer Sicht vom deutschen NOK entfachte „Schmutzkampagne“ gegen die DDR-Dopingopfer beendet wird.

          „Wir wurden von deutschen Sportpolitikern seit dem Prozess geradezu als hysterisch verleumdet, als einzelne Spinner hingestellt“, erklärte Andreas Krieger. Hintergrund sind die Entschädigungsforderungen der früheren Leistungssportler an die Adresse des NOK, die von diesem bisher einhellig abgelehnt worden waren. Die Politiker aller Parteien des Deutschen Bundestages nehmen die Sorgen der früheren Sportler dagegen ernster. „Wir verlangen doch nur eine Gleichstellung mit anderen Geschädigten“, meinte Birgit Böse.

          Die Übergabe der Schreiben, zu denen auch Prozess-Unterlagen gehörten, erwies sich am Rande der Weltgala des Internationalen Volleyball-Verbandes FIVB im Berliner Hotel Adlon als überaus problematisch, weil der IOC-Präsident von Sicherheitskräften abgeschottet wurde. Jean-Pierre Seppey, der General Manager des FIVB, nahm die Petition entgegen und sicherte den Doping-Opfern zu, sie an Rogge weiterzureichen.

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