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Diego Maradona : Doppelte Niederlage: Kein Visum, neue Nummer 10

  • Aktualisiert am

WM aus der Ferne: Maradona darf nicht nach Japan Bild: AP

Wegen seiner Drogen-Vergangenheit erhält Maradona kein Visum für Japan. Argentinien muss zudem „seine“ Trikotnummer 10 vergeben.

          1 Min.

          Der frühere Fußball-Weltstar Diego Maradona kann nicht zur WM 2002 nach Japan reisen: Die Behörden verweigerten dem Argentinier wegen seiner Drogen-Vergangenheit die Einreise. Maradona bestätigte gegenüber einem chilenischen Fernsehsender, während der WM auf Kuba zu bleiben.

          „Ich fahre nicht zur WM. Südkorea hat mich eingeladen, Japan aber aus persönlichen Gründen nicht“, sagte der 41-Jährige. Schon 1994 anlässlich eines Länderspiels zwischen Japan und Argentinien hatten die japanischen Behörden Maradona die Einreise verweigert. Diese Maßnahme wurde 2000 wiederholt, als Maradona das Weltcup-Finale zwischen dem argentinischen Klub Boca Juniors und Real Madrid in Tokio besuchen wollte. Eigentlich hätte der Argentinier einige Spiele für einen mexikanischen Fernsehsender kommentieren sollen.

          Nach japanischen Medienangaben von Sonntag war es bei der Frage nach einer Sondergenehmigung für Maradona, der bei der WM '94 in den USA des Kokain-Dopings überführt wurde, sogar zu einem Disput auf Ministeriumsebene gekommen. Während sich das Außenministerium um eine Ausnahme für den 41-Jährigen bemühte, lehnte dies das Innenministerium ab. In Japan erhalten Ausländer, die wegen Drogenmissbrauchs mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind, grundsätzlich keine Einreiseerlaubnis.

          Der argentinische Verband hatte beim Welt-Verband Fifa keinen Erfolg mit dem Antrag, bei dieser WM aus Respekt vor Maradona das Trikot mit der Nummer „10“ nicht vergeben zu müssen und stattdessen dem dritten Torwart Roberto Bonano (FC Barcelona) die Nummer 24 verpassen zu dürfen. Das Exekutivkomitee der Fifa lehnte am Sonntag das Ansinnen der Südamerikaner ab.

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