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Die WM-Entscheidungen am Wochenende : Viele Außenseiter, kaum Chancen: Nicht nur Riedel hat es schwer

  • Aktualisiert am

Für Riedel wäre eine Medaille eine Überraschung Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Zehn deutsche Leichtathleten sind am Auftaktwochenende der Weltmeisterschaften in Helsinki gefordert. Insgesamt fallen im Olympiastadion acht Entscheidungen. Kugelstoßer Ralf Bartels macht sich Hoffnungen auf eine Medaille, Diskuswerfer Lars Riedel erlebt seine achte WM.

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          Zehn deutsche Leichtathleten sind am Auftaktwochenende der Weltmeisterschaften in Helsinki gefordert. Insgesamt fallen im Olympiastadion acht Entscheidungen. Kugelstoßer Ralf Bartels macht sich Hoffnungen auf eine Medaille, Diskuswerfer Lars Riedel erlebt seine achte WM.

          Samstag:

          Männer, 20 Kilometer Gehen: Der Berliner André Höhne startet am Abend in der ersten von 47 Entscheidungen. Verletzungen haben den Olympiaachten von Athen in dieser Saison immer wieder zurückgeworfen. Trotz des Trainingsrückstands will er an seine Athen-Zeit (1:21:56 Stunden) anknüpfen. Vier Geher sind in diesem Jahr schon unter 1:18:00 Stunden geblieben; zu den Favoriten zählt der Australier Nathan Deakes.

          Kugelstoßen: Ralf Bartels will eine Medaille oder seine erst in diesem Jahr aufgestellte Bestleistung (21,36 Meter) verbessern. Der 27 Jahre alte Neubrandenburger wird es aber schwer haben, dem amerikanischen Trio John Godina, Christian Cantwell und Adam Nelson Paroli zu bieten. Godina hat in diesem Jahr schon 22,20 Meter weit gestoßen.

          Ralf Bartels möchte eine Medaille

          Frauen, 10 000 Meter: Afrika gegen den Rest der Welt - da bleibt Sabrina Mockenhaupt nur die Statistenrolle. Das Leichtgewicht (45 Kilo) von der LG Sieg ist in guter Form und will beste Europäerin werden. Topfavoritin ist die Äthiopierin Tirunesh Dibaba, die ebenso wie Marathon-Weltrekordhalterin Paula Radcliffe einen Doppelstart plant.

          Sonntag:

          Männer, 100 Meter: Olympiasieger Justin Gatlin spuckt große Töne - der 23 Jahre alte Amerikaner ist aber auch der große Favorit im prestigeträchtigsten Rennen der Leichtathletik. Sein Landsmann Maurice Greene hatte sich nicht für einen Einzelstart qualifiziert, Weltrekordhalter Asafa Powell (Jamaika) sagte verletzt ab. Schneller als Gatlin (9,89 Sekunden) war im WM-Jahr nur Powell bei seinem Weltrekord (9,77 Sekunden). Deutschlands Sprinthoffnung Tobias Unger startet nur über 200 Meter und in der Staffel.

          Diskus: Lars Riedel ist seit 15 Jahren der Chef im Ring, doch diesmal wird es für den fünfmaligen Weltmeister aus Chemnitz ganz schwer. Die Saison lief nicht so gut für den 38 Jahre alten Sachsen, die Konkurrenz ist stark. Schon eine Medaille wäre eine Überraschung für den Olympiasieger von 1996. Das gilt auch für den Wattenscheider Michael Möllenbeck. Als Favoriten steigen Olympiasieger und Titelverteidiger Virgilijus Alekna (Litauen) sowie der Este Gerd Kanter in den Ring.

          Frauen, Siebenkampf: Carolina Klüft - wer sonst? Die Schwedin ist die Topfavoritin, nur die Französin Eunice Barber könnte dem Publikumsliebling die Show stehlen. Die frühere Weltmeisterin steht mit 6889 Punkten vor Olympiasiegerin Klüft (6824) an der Spitze der Jahresweltbestenliste. Doch die unbekümmerte Titelverteidigerin will in Helsinki ihren persönlichen Rekord (7001 Punkte) noch verbessern. Achtbar abschneiden will das deutsche Trio Sonja Kesselschläger (Neubrandenburg), Karin Ertl (Fürth) und Lilli Schwarzkopf (Paderborn).

          Dreisprung: Die Russin Tatjana Lebedewa will nach ihren WM-Siegen 2001 und 2003 den Hattrick. Sie hat bei den drei Golden-League-Meetings dieser Saison triumphiert und steht mit 15,18 Metern auch an der Spitze der Weltbestenliste. Konkurrenz kommt aus dem eigenen Land durch Europacupsiegerin Anna Pjatych. Der deutsche Verband ist im Dreisprung der Frauen nicht vertreten.

          20 Kilometer Gehen: Mal sehen, was geht - dieses Motto gilt für das Potsdamer Duo Sabine Zimmer und Melanie Seeger. Die Olympiafünfte Melanie Seeger wird wohl kaum mit den Besten mithalten können, ihre Vereinskollegin ging in dieser Saison schon über eine Minute schneller. Den Sieg sollten die Geherinnen aus Rußlannd und China unter sich ausmachen.

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