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DFB-Pokal : Nach Pokal-Aus: Berti klagt über Verschleiß

  • Aktualisiert am

Erste Niederlage: Berti Vogts Bild: ap

Bayer Leverkusen beklagt die erste Niederlage unter Trainer Berti Vogts. Die Hauptschuld nach dem 2:3 beim SC Freiburg schiebt Vogts auf die „permanenten englischen Wochen“.

          Das Leverkusener Hauptproblem ist die Abwehr. Auch im DFB-Pokal beim SC Freiburg musste das Team von Berti Vogts drei Gegentreffer hinnehmen. Da halfen auch Kirsten und Co. nicht. Bei der 2:3-Niederlage konnte die Offensiv-Abteilung die Schwäche in der Hintermannschaftschaft nicht kompensieren.

          Neun Gegentore in drei Spielen unter seiner Regie schiebt Vogts auf die „permanenten englischen Wochen“, die sein Team verkraften müsse. „Da sieht man den Verschleiß. Jetzt müssen wir alle Kräfte bündeln“, sagte Vogts mit Blick auf das Bundesliga-Spitzenspiel bei Meister Bayern München am Samstag. Dann wird im ZDF-Sportstudio auch das Viertelfinale im DFB-Pokal ausgelost, in dem erstaunlicherweise mit dem VfB Stuttgart (2:1 gegen Hannover 96) nur noch ein Europapokalteilnehmer vertreten ist. Zwei Amateurteams (1. FC Magdeburg und Union Berlin) und zwei Zweitligisten (Borussia Mönchengladbach und MSV Duisburg) stehen dann nur noch vier Bundesligisten gegenüber. Erster Anwärter auf den Pokalsieg: FC Schalke 04.

          Das Aus im Achtelfinale geht an manch namhaften Bundesligisten nicht spurlos vorbei. „Wir haben kollektiv versagt“, meinte Dortmunds Trainer Matthias Sammer nach der 1:2-Pleite bei Schalke 04. Werner Lorant fiel nach der derben 0:5-Packung von 1860 München gegen den VfL Bochum und der Schwächeperiode in der Bundesliga nicht mehr ein als dumpfe Durchhalteparolen: „Wir waren noch nie ratlos. Wir haben schon viel schlimmere Situationen erlebt.“ Beim VfB Stuttgart stand trotz des 2:1-Sieges gegen Zweitligist Hannover 96 Krisenbewältigung im Mittelpunkt.

          Die acht Teams im DFB-Pokal Viertelfinale am 19./20. Dezember:

          FC Schalke 04
          VfB Stuttgart

          SC Freiburg
          VfL Bochum

          Borussia Mönchengladbach

          MSV Duisburg
          Union Berlin

          1. FC Magdeburg


          Halbfinale: 6./7. Februar

          Finale: 26. Mai in Berlin

          VfB Stuttgart - Hannover 96 2:1 (1:0)

          „Rebell“ Krassimir Balakow hat beim VfB Stuttgart im Machtkampf mit Trainer Ralf Rangnick einen Punktsieg errungen. Als der Matchwinner beim Sieg gegen den Zweitligisten Hannover 96 nach 88 Minuten vom Platz ging, bekam er stürmischen Applaus. Sein Widersacher Rangnick dagegen musste sich ein gnadenloses Pfeifkonzert anhören. Der Bulgare, der mit seinem verwandelten Foulelfmeter (56.) den vierten Viertelfinal-Einzug der Schwaben in Folge perfekt machte, genoss seinen Triumph zwar sichtlich, enthielt sich aber jeden Kommentars. Rangnick, nach dem Absturz auf einen Abstiegsplatz in der Bundesliga immer mehr in der Kritik, gab sich kleinlaut: „Es ging doch nicht um einen Machtkampf zwischen mir und Balakow, sondern um das gemeinsame Ziel, dem sich jeder in der Mannschaft unterordnen muss. Ich habe ihn im Interesse des Vereins aufgestellt.“ Seine Auswechslung nahm Balakow diesmal ohne Protest hin. Spielerische Glanzlichter hatte aber auch der Bulgare nicht setzen können.

          SC Freiburg - Bayer Leverkusen 3:2 (2:1)

          Neun Gegentore in den jüngsten drei Spielen, dazu die erste Niederlage in seiner Amtszeit als Chefcoach von Bayer Leverkusen - Berti Vogts war sichtlich genervt. „Wir haben leichtfertig etwas verschenkt, durch eigene Fehler“, kommentierte der frühere Bundestrainer das 2:3 im Dreisamstadion, für das der eingewechselte Regis Dorn in der 78. Minute sorgte. Der Franzose hatte noch am Sonntag in der Oberliga-Mannschaft des SC Freiburg vier Tore geschossen. Auch Vogts trug eine Mitschuld am Scheitern. Hatte er doch mit Zivkovic, Hejduk, Kirsten, Neuville und Ze Roberto gleich fünf Stammkräfte freiwillig auf die Bank gesetzt. Erst spät korrigierte Vogts seinen Irrtum, wechselte zumindest Ze Roberto und Kirsten ein.

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