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DFB-Pokal : Mainz besteht Bundesliga-Test

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Viel Lob, aber ausgeschieden: Mainz 05-Coach Jürgen Klopp Bild:

Die Verlierer wurden begeistert gefeiert, die Sieger hart kritisiert. „Ball paradox“ nach dem 2:3 von Mainz 05 gegen den 1. FC Kaiserslautern.

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          Die Verlierer wurden begeistert gefeiert, die Sieger hart kritisiert. Beim „Ball paradox“ im Mainzer Bruchweg-Stadion konnten die Spieler des Zweitliga-Spitzenreiters FSV Mainz 05 trotz des 2:3 (0:3)-K.o. gegen den 1. FC Kaiserslautern im Achtelfinale des DFB-Pokals erhobenen Hauptes vom Spielfeld gehen.

          Die mit betretenen Mienen in die Kabine schleichenden Akteure des Bundesliga-Dritten mussten sich dagegen harsche Kritik anhören. „Die erste Halbzeit war souverän, die zweite Halbzeit war A-Klasse- Fußball“, rügte der FCK-Vorstandsvorsitzende Jürgen Friedrich die pomadige Vorstellung nach dem Wechsel.

          Erst dominant, dann arrogant

          Nach der klaren 3:0-Führung durch den überragenden Brasilianer Lincoln (31./42.) und Vratislav Lokvenc (23.) mit dessen viertem Tor im laufenden Cup-Wettbewerb legten die Lauterer den Schongang ein. Was beinahe bitter bestraft worden wäre. Die nach dem umstrittenen Platzverweis für Tamas Bodog (25.) nach angeblicher „Notbremse“ an Miroslav Klose 65 Minuten in Unterzahl spielenden Mainzer hätten das Spiel nach den Toren von Christof Babatz (71.) und Blaise N'Kufo (84./Handelfmeter/Harry Koch) fast noch gekippt.

          Blaue Teufel: Lincoln und Klose

          „Wir hätten auch verlieren können. Solche Überheblichkeit wird eben bestraft. Das kann ich nicht durchgehen lassen“, kündigte FCK-Teamchef Andreas Brehme harte Worte an. Mario Basler übte immerhin schon Selbstkritik: „Wir haben in der zweiten Halbzeit viel zu arrogant gespielt und die Mainzer zu ihren Toren förmlich eingeladen. Normalerweise mussten wir die mit fünf, sechs Toren abschießen.“

          Lob von Basler und Brehme

          Von der lieblosen Pflichtübung nach der Pause ablenkend, stimmte Basler in die Loblieder über die letztendlich nicht belohnte Bravourleistung des Zweitligisten ein. Basler: „Die Mainzer haben eine Klassemannschaft. Wenn sie die Niederlagen gegen Greuther Fürth und uns wegstecken, dann wird sie auf dem Weg in die Bundesliga nichts mehr aufhalten.“

          Auch Brehme attestierte den Gastgebern die Tauglichkeit für die Erstklassigkeit: „Sie haben vor allem spielerisch das Potenzial für die Bundesliga.“ Solche Lobhudeleien wollte sich FSV-Trainer Jürgen Klopp lieber ersparen. „Dafür können wir uns nichts kaufen. Ich wäre lieber eine Runde weiter gekommen“, sagte der 34-Jährige, der seine aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft mit Komplimenten überhäufte: „Unglaublich, wie sie sich zerrissen hat und noch für einen richtigen Pokalfight sorgte.“

          Kritik am Schiedsrichter

          Klopp haderte mit dem Kölner Schiedsrichter Jürgen Aust, dessen Rote Karte für Bodog nach Intervention seines Assistenten er „tragisch“ nannte. Klopp: „Der Schiedsrichter hat uns vor große Probleme gestellt. Für mich war das keine Notbremse, sondern eine unbeabsichtigte Berührung.“ Auch FSV-Präsident Harald Strutz übte dezente Schiri-Kritik: „Schade, dass dieses Derby durch so eine Fehlentscheidung entschieden wurde.“

          Positiv bewertete Strutz, dass die Mainzer Fans unter den 15 500 insgesamt zufrieden den Heimweg antraten und „wir gutes Geld gemacht haben“. Rund 1,2 Millionen Mark flossen auf das durch eine großzügige Prämienregelung für die Liga strapazierte Konto. Nach dem gelungenen Test für die Bundesliga geht der Blick nach vorn. Strutz: „Wir haben das große Ziel und die einmalige Chance, aufzusteigen. Darauf können wir uns jetzt voll und ganz konzentrieren.“

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