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DFB-Pokal im Überblick : „Schwarzer Mittwoch“ für fünf Favoriten

  • Aktualisiert am

Solche Leistung tut weh: Dortmund unterliegt Mönchengladbach Bild: dpa/dpaweb

Gleich fünf namhafte Bundesligaclubs haben sich nach teilweise blamablen Leistungen aus dem DFB-Pokal verabschiedet. Schalke 04, Dortmund, Hannover 96, Frankfurt und 1860 München sind die gescheiterten Favoriten der 2. Runde. Mit Bilderstrecke.

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          Der FC Schalke 04 muß seinen Traum vom fünften Gewinn des DFB-Pokals begraben. Mit der 3:7-Demontage nach Verlängerung beim SC Freiburg verabschiedeten sich die „Königsblauen“ am Mittwochabend ebenso sang- und klanglos in der zweiten Runde aus dem Wettbewerb wie der Revier-Rivale Borussia Dortmund, der beim 1:2 auf dem Bökelberg von Borussia Mönchengladbach entzaubert wurde.

          Mit Hannover 96 (0:2 bei Eintracht Braunschweig), Eintracht Frankfurt (1:2 gegen den MSV Duisburg) und dem TSV 1860 München (4:5 im Elfmeterschießen bei Alemannia Achen) schieden drei weitere Erstligisten aus.

          Sieben Tore gegen Schalke

          Dagegen gelang dem Hamburger SV mit dem 4:2 bei der SpVgg Unterhaching der erste Sieg unter Trainer Klaus Toppmöller. Mit der TSG Hoffenheim und Eintracht Braunschweig sind noch zwei Regionalligisten im Lostopf, wenn am Sonntag im Rahmen der ZDF- Sportreportage die Paarungen für das Achtelfinale ermittelt werden.

          Leverkusen setzt sich gegen Union Berlin mit 5:0 durch
          Leverkusen setzt sich gegen Union Berlin mit 5:0 durch : Bild: AP

          Tore von Zlatan Bajramovic (105. Minute), Soumaila Coulibaly (108./112.) und Alexander Iaschwili (115.) besiegelten vor 15.000 begeisterten Zuschauern im Dreisamstadion das Pokal-Debakel für die Elf von Jupp Heynckes, die nach einer Gelb-Roten Karte für Gustavo Varela (104.) völlig die Ordnung verlor. Durch Treffer von Christian Poulsen (37.) und Roberto Pinto (63.) hatte der viermalige Cup-Gewinner einen zweimaligen Rückstand durch Coulibaly (8.) und Iaschwili (42.) wettgemacht. Nach dem 3:2 durch Filip Trojan (68.) standen die Gäste dicht vor dem Einzug ins Achtelfinale, doch dann schoss Dennis Kruppke (84.) die Breisgauer in die Verlängerung.

          Leverkusen souverän

          Igor Demo (11.) und Joonas Kolkka (24.) machten mit ihren Toren den ersten Gladbacher Sieg im fünften Spiel unter Trainer Holger Fach perfekt. Die stark ersatzgeschwächten Dortmunder kamen vor 28.000 Zuschauern erst zwei Minuten vor dem Ende durch einen von Jan Koller verwandelten Strafstoß zum Anschlußtor und schieden wieder einmal früh aus dem Pokal aus.

          Bundesliga-Tabellenführer Bayer Leverkusen ließ sich auch vom 1. FC Union Berlin nicht vom Erfolgsweg abbringen. Allerdings wurde der 5:0-Erfolg beim Zweitliga-Vorletzten durch Fehler von Robert Wulnikowski eingeleitet. Der Union-Torhüter leistete unfreiwillige Schützenhilfe bei den Toren von Hanno Balitsch (1.) und Dimitar Berbatow (24.), mit denen die Elf von Trainer Klaus Augenthaler vor 15.000 Zuschauern an der „Alten Försterei“ die Weichen auf Sieg stellte. Daniel Bierofka (63.), erneut Berbatow (67.) und Robson Ponte (74.) besorgten den Rest.

          „Löwen“ scheitern in Aachen

          Der HSV hat im zweiten Spiel unter Toppmöller einen ersten Schritt aus der Krise gemacht. Beim 4:2-Sieg gegen den Zweitliga-Neuling hatten die Norddeutschen erst in der zweiten Halbzeit leichtes Spiel. Vor 4.500 Zuschauern im Sportpark waren die Hachinger durch Mark Römer (53.) in Führung gegangen, doch dann drehten der Ex-Nürnberger David Jarolim (58.), Marcel Maltritz (61.), Mehdi Mahdavikia (67.) und Bernardo Romeo (73.) den Spieß um. Torjäger Francisco Copado (79./Handelfmeter) gelang nur noch eine Resultatsverbesserung.

          Auch der TSV 1860 München konnte die Erfolgsserie der Aachener Alemannia, die mit fünf Siegen in Folge die Tabellenspitze der 2. Bundesliga erobert hat, nicht stoppen. Im Elfmeterschießen setzte sich das Team von Jörg Berger mit 5:4 durch. Erik Meijer (73.) hatte vor 20.000 Zuschauern am Tivoli die Führung der „Löwen“ durch einen von Benjamin Lauth verwandelten Foulelfmeter (11.) zum 1:1-Endstand ausgeglichen und seine Mannschaft in die Verlängerung geschossen.

          Frankfurt und Hannover blamieren sich

          Hannover 96 konnte seine Talfahrt auch im Niedersachsen-Derby bei der zwei Klassen tiefer spielenden Braunschweiger Eintracht nicht stoppen. Jacob Thomas (46.) und Jürgen Rische (90./Foulelfmeter) erzielten vor 23.000 Zuschauern die Tore zum 2:0-Sieg für den Regionalligisten, der in Runde eins bereits den 1. FC Kaiserslautern ausgeschaltet hatte.

          Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt blamierte sich mit 1:2 nach Verlängerung gegen den MSV Duisburg, der im Waldstadion durch Caca (44.) und Abdelaziz Ahanfouf (110.) zum Erfolg kam. Markus Kreuz (4.) hatte die Hessen in Front gebracht.

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