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DFB-Pokal : Bayern quält sich in die nächste Runde - Mainz und Nürnberg raus

  • Aktualisiert am

Münchner Pokal-Spitzen: Pizarro, Makaay Bild: dpa/dpaweb

In der zweiten Pokal-Runde kamen die Münchner kurz vor Schluß zum 3:2 beim Regionalliga-Verein Osnabrück. Mainz und Nürnberg scheitern an den Zweitliga-Gegnern Karlsruhe und Ahlen.

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          Claudia Pizarro und Roy Makaay haben Bayern Münchens Pokal-Blamage in der zweiten Runde beim VfL Osnabrück gerade noch verhindert. Der von einer schweren Schädelverletzung genesene Peruaner hatte bei seinem Comeback als zweifacher Torschütze maßgeblichen Anteil daran, daß sich der Rekordmeister beim Regionalligaverein mit 3:2 (1:2) durchsetzte und ins Achtelfinale des DFB-Pokals einzog.

          18.320 Zuschauer in der ausverkauften Bremer Brücke witterten bei strömendem Regen schon eine Sensation, als Joe Echochs (19.) und Thomas Reichenberger (63.) den frühen Rückstand durch Pizarro (5.) in eine 2:1-Führung umwandelten. Doch abermals Pizarro (74.) markierte den Ausgleich, Roy Makaay sorgte schließlich in der Nachspielzeit für die Entscheidung. Manager Uli Hoeneß war dennoch „sehr zufrieden“ mit seiner Mannschaft. „Das war eben ein typisches Pokalspiel. Unser Aufwärtstrend hält trotzdem an.“

          Joker Dorn läßt Freiburg jubeln

          Freiburgs „Joker“ Regis Dorn hat die Pokal-Ambitionen des VfL Bochum zunichte gemacht und den SC Freiburg ins Achtelfinale befördert. 48 Stunden nach dem 1:1 um Bundesliga-Punkte an gleicher Stätte sicherten zwei Tore des eingewechselten Elsässers (90./116.) den Breisgauern das 3:2 (2:2, 1:1) nach Verlängerung. Vor 7500 Zuschauern im badenova-Stadion sah der VfL nach Toren von Tommy Bechmann (23.) und Zvjezdan Misimovic (54./Foulelfmeter) bereits wie der sichere Sieger aus. Sascha Riether (40.) war vor der Pause der Ausgleich für den Sportclub gelungen. Der Freiburger Trainer Volker Finke sagte anschließend: „Wir haben das nötige Quentchen Glück gehabt. Wir waren heute lange Zeit eindeutig schlechter als der VfL. Doch Regis Dorn hat das Ding für uns noch umgebogen.“

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          Mainz unterliegt im Elfmeterschießen

          Die in der Liga seit vier Spielen ungeschlagenen Mainzer verloren beim Zweitligaverein Karlsruher SC mit 0:3 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 0:0) gestanden. Held beim KSC war Torhüter Markus Miller, der die Elfmeter von Antonio da Silva und dem früheren Karlsruher Conor Casey parierte. Als dritter Mainzer Schütze drosch Jürgen Kramny den Ball über das Tor. Für den KSC verwandelten Iwan Sajenko, Carsten Bick, Edmond Kapllani.

          Führung, Überzahl - Nürnberg blamiert sich trotzdem

          Auch Aufsteiger 1. FC Nürnberg hat sich nach dem gelungenen Saisonstart in der Bundesliga im Pokal bis auf die Knochen blamiert. Gegen LR Ahlen aus der zweiten Liga verlor der „Club“ auf eigenem Platz trotz einer 2:0-Halbzeitführung und Überzahl noch mit 2:3 (2:2, 2:0) nach Verlängerung. Marek Mintal (20. Minute) und Robert Vittek (44.) hatten Nürnberg in Führung geschossen. Musemestre Bamba (56.) und Tim Gorschlüter (59.) sorgten aber binnen weniger Minuten für den Ausgleich. Zum Matchwinner wurde Bamba, der sein Team in der der 113. Minute zum Sieg schoss. FCN-Trainer Wolf nutzte das Zweitrunden-Aus, um Konzentration auf die Bundesliga einzufordern, wo sein Team derzeit auf Platz neun rangiert: „Das Weiterkommen im Pokal wäre schön gewesen, aber Pflicht ist die Bundesliga.“

          Bielefeld erstmals seit 1999 im Achtelfinale

          Arminia Bielefeld hat sich erstmals seit 1999 wieder für das Achtelfinale qualifiziert. Die Ostwestfalen gewannen bei den Regionalliga-Amateuren des 1. FC Köln mit 4:2 (3:0). Vor 1550 Zuschauern im Kölner Südstadion machten Marco Küntzel mit dem 0:1 nach nur 42 Sekunden, Delron Buckley (2./39.) und Fatmir Vata (71.) den Einzug in die Runde der letzten 16 Clubs perfekt. Für die Kölner trafen Christian Schlösser (66.) und Giovanni Federico (68.) zum Zwischenstand von 2:3. Bielfelds Trainer Uwe Rapolder sagte nach dem Spiel: „Wir haben ein gutes Spiel gesehen. Aber wir waren zu früh mit dem Ergebnis zufrieden. Trotz des 0:3 sind die Amateure zurückgekommen.“

          Duisburg stolpert in Paderborn

          Nach dem 0:1 im Liga-Spiel bei 1860 München verlor Duisburg im Pokal beim SC Paderborn mit 1:2 (1:1). Zudem sah Spielmacher Ivica Grlic in der 90. Minute die Gelb-Rote Karte wegen Meckerns. Vor 4765 Zuschauern im Hermann-Löns-Stadion brachte Alexander Löbe (34.) den dominierenden Tabellen-Zweiten der Regionalliga Nord, der in der ersten Runde bereits den Hamburger SV ausgeschaltet hatte, mit 1:0 in Führung. Im Anschluß an den überraschenden Ausgleich durch Markus Kurth (43.) übernahmen die Ostwestfalen nach der Pause wieder das Kommando.

          Münchner „Löwen“ zu harmlos

          Nach Elfmeterschießen hat Eintracht Trier das Achtelfinale erreicht. Im insgesamt niveauarmen Duell der Zweitligavereine bei Bundesliga-Absteiger 1860 München hieß es nach 120 Minuten 0:0, bevor der Trierer Nico Patschinski den entscheidenden Treffer zum 4:3 im Elfmeterschießen erzielte. `60-Trainer Rudi Bommer sagte nach dem Spiel: „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat gut gespielt. Es fehlte lediglich der ruhige Paß, um zum Abschluß zu kommen.“

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