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Deutschland-Tour : Stephane Auge gewinnt Alpen-Etappe

  • Aktualisiert am

Tour-Tross in den Allgäuer Alpen Bild: dpa/ Gero Breloer

Auf dem sechsten Teilstück der Deutschland-Tour setzte sich der Franzose durch. Der Spanier Galdeano steht vor dem Gesamtsieg.

          Igor Gonzalez de Galdeano, 1999 bei der Spanien-Rundfahrt Zweiter hinter Jan Ullrich, hat den Gesamtsieg bei der Deutschland-Tour so gut wie in der Tasche. Vor der siebten und letzten Etappe am Sonntag von Biberach nach Stuttgart führt der 28-jährige Spanier aus dem Jörg-Jaksche-Team Once mit 17 Sekunden vor seinem Landsmann Aitor Garmendia.

          Die große Konfrontation der beiden auf der 6. Etappe am Samstag über vier Bergwertungen fiel aus. Auf dem Weg über 191 km von Friedrichshafen nach Oberstdorf durch die verregneten Alpen hatte sich nach der Hälfte des Rennens eine neunköpfige Spitzengruppe ohne Favoriten heraus kristallisiert.

          Tagessieg für Ausreißer

          Sie machte den Tagessieg unter sich aus: Stephan Augé, im Gesamtklassement weit abgeschlagen, sicherte sich die Etappe vor seinem Landsmann Jimmi Engoulvant. Der Franzose vom nachträglich zur Tour de France zugelassenen Team Jean Delatour siegte im Spurt der auf sieben Fahrer zusammen geschrumpften Kopfgruppe.

          Noch vor dem Aufstieg zum Rietbergpass, mit 1420 Metern der höchste Punkt der Deutschland-Tour, die in ihrer 81-jährigen Geschichte zum ersten Mal die Alpen passierte, bildete sich die neunköpfige Spitzengruppe aus neun verschiedenen Rennställen.

          Regen und Sturm

          Die bis zu 18 Minuten Vorsprung der Ausreißer waren den Verfolgern zu viel. Bei unwirtlichen Bedingungen mit Regen und Sturm erreichten die Ausreißer das Ziel mit 11:18 Minuten Vorsprung vor dem Verfolgerfeld.

          Der dreifache Etappensieger Erik Zabel überließ dem Australier Stuart O'Grady Platz zehn.

          Steinhauser erwägt Klage

          Der weiterhin drittplatzierte Tobias Steinhauser aus Scheidegg erwägt unterdessen juristische Schritte einzuleiten, nachdem ihn auf der fünften Etappe ein Fahrzeug eines Jury-Mitglieds angefahren und verletzt hatte.

          „Wir sind vorne völlig ruhig gefahren. Es herrschte überhaupt keine Hektik. Plötzlich kommt von hinten der Wagen der Organisation angebrettert und fuhr mich und weitere Fahrer in den Graben. Ich erlitt Schürfwunden und Hämatome. Der Fahrer hat nicht ein Mal angehalten - ich hätte tot sein können“, sagte Steinhauser am Samstag in einem Interview mit dem Internet-Anbieter „radsportnews.com“.

          „Tobias konnte heute fast Beschwerde frei fahren. Wir vom Team werden nichts unternehmen oder Regressansprüche stellen. Tobias wollte darüber nochmal eine Nacht schlafen. Aber vielleicht ist es nach einer vernünftigen Entschuldigung des Verursachers des Unfalls auch getan“, sagte am Samstag Hans Holcer, Steinhausers Teamleiter bei Gerolsteiner. Die Organisation der Deutschland-Tour entschuldigte sich derweil offiziell für den Vorfall.

          Ullrich zufrieden mit Team Telekom

          Der nach seiner Knie-Operation rekonvaleszente Jan Ullrich äußerte sich aus einer Reha-Klinik am Tegernsee zufrieden über das Abschneiden seines Telekom-Teams, das in der Gesamtwertung keine Rolle mehr spielt.

          „Unsere Mannschaft war hier auf Erik Zabel ausgerichtet, weil ich verletzt bin und auch Andreas Klöden nach seinen Knie-Problemen noch nicht so weit ist. Erik hat bisher von sechs Etappen drei gewonnen - eine gute Bilanz“, sagte Ullrich, der mit einem 14 tägigen Rehabilitation-Programm begann.

          Die 7. und letzte Etappe führt am Sonntag über 172 km von Biberach nach Stuttgart. Änderungen sind im Gesamtklassement dabei nicht mehr zu erwarten.

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