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Deutschland-Tour : Klödens Sturz macht Winokurow zum Sieger

  • Aktualisiert am

Allein gegen die Uhr: Alexander Winokurow Bild: AP

Der Sieg bei der Deutschland-Tour wird zu einer mannschaftsinternen Angelegenheit von Team Telekom. Alexander Winokurow und Andreas Klöden haben die besten Chancen.

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          Ein Sturz von Teamkollege Andreas Klöden hat Telekom-Fahrer Alexander Winokurow den Sieg im Zeitfahren der Deutschland-Tour beschert und den Kasachen zum Top-Favoriten auf den Gesamtsieg gemacht. Der 27-Jährige gewann den 27,2 km langen Kampf gegen die Uhr in 32:43 Minuten und eroberte das Weiße Trikot des Spitzenreiters von seinem Mannschaftskapitän Erik Zabel (Unna).

          Dritter hinter dem Spanier Aitor Garmendia Arbilla (33:01/Coast) wurde Klöden (33:03), der nach Bestzeiten an allen Zwischenmarken vier Kilometer vor dem Ziel auf regennasser Straße ausrutschte und die entscheidenden Sekunden zum Sieg verlor. „Dass ich hier das Zeitfahren gewinne, ist eine riesige Überraschung, ich kann es selbst kaum glauben“, sagte Winokurow. „Eigentlich bin ich nur ein mittelmäßiger Zeitfahrer, aber heute habe ich mich richtig wohl gefühlt. Schade, dass Andreas gestürzt ist, denn sonst hätte er gewonnen.“

          Bei der zweiten Zwischenzeitnahme hatte Klöden bereits einen komfortablen Vorsprung auf Winokurow. Beim Sturz war ihm zu allem Überfluss die Kette vom Rad gesprungen, so dass ein Mechaniker helfen musste. „Ich bin eigentlich nicht enttäuscht, denn ich habe gezeigt, dass die Form stimmt. Sorgen macht mir nur ein eingeklemmter Nerv, der mich stark behindert hat“, erklärte Klöden.

          Bild: FAZ.NET

          Mit 20 Sekunden Rückstand belegt der 25-jährige Cottbuser im Gesamtklassement nun Platz drei. Achtbar schlug sich auch Erik Zabel. Der Telekom-Kapitän wurde zwar nur 100., hatte aber den für einen Sprinter vergleichsweise geringen Rückstand von 3:35 Minuten Rückstand auf Winokurow. „Das ist für mich als Sprinter okay. Mir war vorher klar, dass ich heute die Gesamtführung verliere“, sagte der Weltcupsieger aus Unna.

          Am Samstagvormittag hatte der 30-Jährige auf der ersten Halbetappe des Tages noch Platz zwei belegt. Auf dem 92 km langen Teilstück von Mannheim nach Heppenheim hatte sich der Österreicher Matthias Buxhofer kurz vor dem Ziel abgesetzt und einen knappen Vorsprung ins Ziel gerettet. Hinter dem Sieger vom Team Phonak gewann Zabel den Spurt des Feldes vor dem Schweizer Marcus Zberg. Am Sonntag steht die „Königsetappe“ der Rundfahrt auf dem Programm. Über 160,9 km führt das siebte Teilstück von Offenburg über drei Berge der ersten und einen der zweiten Kategorie nach Freudenstadt. Die Deutschland-Tour endet am Pfingstmontag nach insgesamt 1.241 Kilometern in Stuttgart.

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