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Deutsche Gegner im Porträt : Außenseiter Lettland

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Jurijs Laizans feiert den Triumph gegen die Türkei Bild: EPA

Die Amateure und Halbprofis aus Lettland konnte sich bisher noch nie für ein internationales Fußball-Turnier qualifizieren. In den Playoffs setzten sie sich gegen den Dritten der Weltmeisterschaft Türkei durch.

          An Namen wie Maris Verpakovskis oder Olegs Blagonadezdins müssen sich Rudi Völler und Co. erst noch gewöhnen. Seit Lettland im Jahr 1991 seine staatliche Unabhängigkeit wieder erlangte, hat die deutsche Nationalmannschaft noch kein Länderspiel gegen das baltische Land bestritten, das mit der Qualifikation für die EURO 2004 den größten sportlichen Erfolg seiner Geschichte feierte. In Portugal wollen die Letten mit einem Team ohne Stars die Rolle als „Hecht im Karpfenteich“ spielen.

          „Es ist eine Ehre für uns, Lettland in Portugal zu präsentieren. Wir werden bis zur letzten Minute kämpfen“, sagte Nationaltrainer Alexander Starkovs. Für Verbandssprecher Danis Pandars ist es „eine Ehre, gegen Deutschland zu spielen. Wir wollen uns so gut wie möglich verkaufen.“ Vor Michael Ballack und Oliver Kahn bekundete er „besonderen Respekt“.

          Siege gegen Polen und Schweden

          Am 19. November versetzten die überwiegend als Halbprofis in der nationalen Liga tätigen Spieler ihr Land beinahe in den Ausnahmezustand und verdrängten sogar Eishockey und Basketball aus den Schlagzeilen. „Das ist das Größte, das der lettische Fußball in seiner Geschichte erreicht hat und das Resultat von Jahren harter Arbeit“, jubelte Verbandspräsident Guntis Indriksons nach dem 2:2 in Istanbul gegen die Türkei, mit dem sich das nur rund 2,3 Millionen Einwohner zählende Land erstmals die Teilnahme an einem Fußball-Großereignis sicherte. Das erste Spiel in der Relegation gegen die Türken hatte Verpakovskis mit 1:0 für seine Mannschaft entschieden.

          Als Vater des Erfolges gilt Trainer Starkovs. Nach seiner Amtsübernahme im Jahr 2001 begann der Aufstieg des lettischen Fußballs mit dem Gewinn des Baltic-Cups gegen Litauen und Estland. Für Furore sorgten die Kicker in Rot und Weiß erstmals in der Ausscheidung für Portugal, als die Mannschaft unter anderem in Polen und Schweden gewann und in der Endabrechnung hinter den Skandinaviern den zweiten Gruppenplatz belegte.

          Die beiden einzigen Vergleiche zwischen Deutschland und Lettland fanden vor dem 2. Weltkrieg statt. Am 13. Oktober 1935 gewann Deutschland in Königsberg mit 3:0, am 25. Juni 1937 in Riga mit 3:1.

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