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Denk ich an Sport (34) : „Wenn ich laufe, schreibe ich“

  • -Aktualisiert am

„Heute schlage ich keinen persönlichen Rekord mehr“: Saša Stanišić Bild: dpa

Der Schriftsteller Saša Stanišić war Sportangler, pfiffiger Tischtennis-Aufschläger und Sportschütze. Dann half ihm der Basketball, die Härten des Alltags als Flüchtling zu überstehen – und die Zauberei von Freundschaft und Sport zu entdecken.

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          Saša Stanišić, 42 Jahre, wurde in der Kleinstadt Višegrad geboren. Während des Bosnien-Kriegs 1992 flüchtete er mit seinen Eltern zu einem Onkel nach Süddeutschland. Er studierte Deutsch als Fremdsprache und Slawistik in Heidelberg, entdeckte sein schriftstellerisches Talent und wurde zu einem der erfolgreichsten jungen Schriftsteller des Landes. Für seinen Roman „Herkunft“ wurde er mit dem Deutschen Buchpreis 2019 ausgezeichnet.

          Ich habe im Leben viel Sport gemacht, ich kann keine Sportart gut. Das eine oder andere entscheidende Foul durfte ich auch so bringen. Haushoch verlieren ebenfalls. Gewinnen als Außenseiter. Wollte aus Scham nicht mitmachen. Und mit sechzehn lief ich die 100-Meter-Distanz in 10,05 Sekunden. Das hier ist ein Mosaik meiner niemals euphorischen, aber immer großen Zuneigung zum Sport, aus der ich nicht Siegerpodeste, sondern Geschichten gesammelt habe.

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