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Denk ich an Sport (29) : „Dann macht es swish“

  • -Aktualisiert am

„Ich gehe viel laufen, sehr viel. Rund 50 Kilometer in der Woche“: Sophie Hunger Bild: Marikel Lahana

Sophie Hunger ist eine Schweizer Sängerin und Songschreiberin. Hier schreibt sie über das schönste Geräusch der Welt, Laufen als Mittel gegen die eigene Isolation und Fußballer ohne Persönlichkeit.

          5 Min.

          Sophie Hunger, 36, ist eine Schweizer Sängerin und Songschreiberin. Zuletzt erschien von ihr das Album „Molecules“. Sie war Schweizer Juniorinnenmeisterin im Unihockey. Außerdem ist sie eine sehr gute Fußballerin. Sophie Hunger lebt in Berlin. Ihr Beitrag zur Serie „Denk ich an Sport“ wurde aufgezeichnet von Jutta Heeß.

          Denk ich an Sport, denk ich an Loyalität, Freundschaft und Schönheit. Mit dem Wettkampfgedanken und der Kriegsmetapher kann ich nicht so viel anfangen. Als wir nach Deutschland gezogen sind, habe ich angefangen, in Bonn Basketball zu spielen. Da war ich 13 Jahre alt. Wir hatten dreimal in der Woche Training. Ich bin ja ziemlich groß, aber im Vergleich zu den anderen Spielerinnen war ich eher klein. Das waren keine Zwerggermanen, das waren alles nordrhein-westfälische Bäume. Ich musste hart trainieren für jede Spielminute. Es war eine sehr schöne Zeit, weil ich Basketball wahnsinnig mochte. Ich war Aufbauspielerin, und ich fand es toll, wie man die Bahnen für den Ball sehen und Lücken kreieren konnte. Basketball hat etwas sehr Strategisches. Mein Problem war jedoch, dass ich sehr verspielt war. Für mich war es immer wichtiger, noch einen Trick zu machen als den Punkt. Mir ging es mehr um die Schönheit und den Witz als um das Siegen. Meine Trainerin hat mich sehr oft zurechtgewiesen, weil ich Punkte nicht gemacht oder den Ball verloren habe.

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