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Denk ich an Sport (13) : „Die Note muss der Leistung entsprechen“

  • -Aktualisiert am

Überzeugter Verfechter des Leistungsgedankens: Thomas de Maiziere Bild: Andreas Müller

Thomas de Maizière war als Bundesminister des Innern lange für Sport zuständig. Hier schreibt der Politiker über die Lust am Wettbewerb, die Autorität von Trainern und die Bedeutung von Gemeinschaftserlebnissen.

          7 Min.

          Thomas de Maizière, 65, war seit Beginn der Kanzlerschaft von Angela Merkel im Kabinett vertreten und bis März 2018 Bundesminister des Innern und damit auch für den Sport zuständig. Von 2005 bis 2009 war er Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes. Von Oktober 2009 bis März 2011 arbeitete er bereits erstmals als Bundesminister des Innern im Kabinett Merkel. Anschließend war er bis zu seiner Rückkehr ins Innenministerium Bundesminister der Verteidigung. Der CDU-Politiker ist der Sohn der Künstlerin Eva de Maizière und des ehemaligen Generalinspekteurs der Bundeswehr Ulrich de Maizière. Er lebt in Dresden, ist verheiratet und hat drei Kinder. Sein Beitrag zur Serie „Denk ich an Sport“, der ursprünglich zu seiner Zeit als für den Sport verantwortlicher Innenminister am 3. September 2017 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erschienen war, wurde aufgezeichnet von F.A.Z.-Sportredakteur Anno Hecker.

          Denk ich an Sport, dann denke ich daran, wie das alles angefangen hat, wie meine Begeisterung wuchs für das, was junge Athletinnen und Athleten bei Wettkämpfen in den Arenen und Stadien Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr leisten. Ich habe als Kind schon früh die Zeitung gelesen, zunächst nur den Sportteil. Der war damals für mich als Sieben-, Achtjähriger am einfachsten zu verstehen. Ich erinnere mich, dass mein Vater früh morgens das Haus verließ, meist ohne die Zeitung gelesen zu haben, er aber peinlich genau Wert darauf legte, dass die Zeitungsseiten am Abend noch Kante auf Kante lagen und nicht einen einzigen Knick hatten. Also legte ich sie auf den Boden, kniete mich davor, blätterte ganz vorsichtig bis zum Sportteil und versank in der Welt des Sports. Ich war so begierig, mir Namen und Ereignisse zu merken, dass ich mit zwanzig bestens geeignet gewesen wäre, als Telefonjoker bei Günter Jauch eingesetzt zu werden, wenn es das damals schon gegeben hätte.

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