https://www.faz.net/-gtl-93gi4

Denk ich an Sport (15) : „Es gibt eine tiefere Freiheit“

  • -Aktualisiert am

„Denk ich an Sport, denk ich an Freud und Leid“: Samuel Koch Bild: Helmut Fricke

Samuel Koch ist querschnittgelähmter Schauspieler. Hier schreibt er über Leistungssport, Training und Sklaventum – und was das Schweinehundüberwindungstemperament mit seinem Unfall bei „Wetten, dass..?“ zu tun hat.

          6 Min.

          Samuel Koch, 31, ist in Efringen-Kirchen in Südbaden aufgewachsen. Von klein auf dem Sport verbunden, entwickelte er sich zu einem hochklassigen Leistungsturner. Nach dem Abitur in Weil am Rhein leistete er seinen Wehrdienst bei der Deutsch-Französischen Brigade ab. Im Dezember 2010 verunglückte Samuel Koch in der ZDF-Sendung „Wetten, dass..?“ bei einem Sprung über ein Auto, das sein Vater fuhr. Seither ist er vom Hals abwärts querschnittgelähmt. Im Februar 2014 legte Samuel Koch an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover seine Schauspielprüfung ab. Seit Juni desselben Jahres ist er festes Ensemblemitglied des Staatstheaters Darmstadt. Im August 2016 heiratete er die Schauspielerin Sarah Elena Timpe. Seit 2018 ist er festes Ensemblemitglied am Nationaltheater Mannheim.

          Denk ich an Sport, denk ich an Freud und Leid. An Freund und Feind (und den K(r)ampf, auch den Feind zu lieben). Sport ausüben, wie ich ihn mir vorstelle – kann ich heute nicht mehr. Trotzdem beginnen meine „Denk ich an Sport“-Assoziationen mit freudigen Gedanken. Was ich ganz gut finde, denn ich will nicht in einem Sportmuseum leben, in dem ich leblos Vergangenes staple, sondern ich will an einen Schatz für die Gegenwart glauben.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Bernd Lucke : Nazischweine und Gesinnungsterror

          Vom AStA kann man nicht viel erwarten. Aber die Hamburger Regierung und die Universität leisten sich in Sachen Bernd Lucke eine peinliche Vorstellung.